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Deep Sea Minerals plant Nasdaq-Listing als Wachstumsstrategie

Das kanadische Tiefseebergbau-Unternehmen Deep Sea Minerals strebt ein Uplisting an die US-Technologiebörse Nasdaq an.

Deep Sea Minerals plant Nasdaq-Listing als Wachstumsstrategie

Deep Sea Minerals (CSE: SEAS) hat offiziell seinen Antrag auf eine Notierung an der Nasdaq-Börse eingereicht. Das in Vancouver ansässige Unternehmen gab dies als Teil seiner langfristigen Wachstumsstrategie bekannt, die auf eine breiter diversifizierte Investorenbasis abzielt. Der Antrag wurde am Freitag bei der Nasdaq eingereicht.

Im Falle einer Genehmigung wäre Deep Sea Minerals das dritte an der Nasdaq gelistete Unternehmen im Bereich Meeresbodenexploration – neben The Metals Company (Nasdaq: TMC) und Odyssey Marine Exploration (Nasdaq: OMEX). Das Uplisting soll die Sichtbarkeit bei institutionellen und privaten Anlegern in den USA erhöhen, die potenzielle Aktionärsbasis verbreitern und die Handelsliquidität verbessern.

„Wir sind davon überzeugt, dass das Streben nach einer Notierung an einer US-Börse einen wichtigen Schritt in der langfristigen Wachstumsstrategie von Deep Sea Minerals darstellt", erklärte CEO James Deckelman in einer Pressemitteilung. Er ergänzte, dass eine Nasdaq-Notierung die Sichtbarkeit in der globalen Investmentgemeinschaft erhöhen und eine höhere Liquidität für Aktionäre unterstützen werde.

Die Märkte reagierten positiv auf die Ankündigung: Die Aktie von Deep Sea Minerals stieg nach der Bekanntgabe des geplanten Uplistings auf ein Allzeithoch von C$1,79. Das Unternehmen weist derzeit eine Marktkapitalisierung von etwas mehr als C$80 Millionen (rund 58 Millionen US-Dollar) auf.

Fokus auf Clarion-Clipperton-Zone und Cookinseln

Deep Sea Minerals verfügt derzeit über keine aktiven Projekte, strebt jedoch den Erwerb eines Portfolios von Konzessionen für den Meeresbodenbergbau an. Im Fokus stehen dabei zwei Regionen: die Clarion-Clipperton-Zone (CCZ) im Pazifischen Ozean sowie die ausschließliche Wirtschaftszone der Cookinseln.

Die CCZ ist eine rund 4,5 Millionen Quadratkilometer große Tiefseeebene zwischen Hawaii und Mexiko und gilt als die am intensivsten untersuchte Tiefseebergbauregion der Welt. Sie beherbergt das weltweit größte bekannte Vorkommen an polymetallischen Knollen – kartoffelgroße Gesteine, die reich an kritischen Mineralien wie Nickel, Kobalt, Kupfer und Mangan sind. Der US Geological Survey schätzt, dass mindestens 21 Milliarden Tonnen dieser Knollen auf dem Meeresboden der CCZ in Wassertiefen von 3.500 bis 6.000 Metern lagern.

Beim Wettbewerber The Metals Company (TMC) sind die Explorationsbemühungen in der CCZ derzeit am weitesten fortgeschritten. TMC erhielt kürzlich eine Lizenz von der US-Behörde National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA), die einen geschätzten Bruchteil der Gesamtmenge von rund 1 Milliarde Tonnen abdeckt.

Auch die ausschließliche Wirtschaftszone der Cookinseln gilt als vielversprechend. Eine vom US-Kongress durchgeführte Studie schätzt die dortigen polymetallischen Knollen auf 6,7 Milliarden Tonnen. Für deutsche Anleger ist dies relevant, da kritische Mineralien wie Kobalt und Nickel zentrale Rohstoffe für die Batterieproduktion und die Energiewende darstellen.

Noch in früher Entwicklungsphase

Trotz der ambitionierten Pläne befindet sich Deep Sea Minerals noch in einem sehr frühen Stadium. Das Unternehmen führt bislang lediglich erste Abstimmungsgespräche mit ausgewählten Regierungen und Aufsichtsbehörden in der Pazifikregion, um potenzielle Wege für seine Explorationsinitiativen zu prüfen. Konkrete Projekte oder Lizenzen bestehen noch nicht.

Das geplante Nasdaq-Listing unterstreicht dennoch das wachsende Interesse institutioneller Investoren am Sektor Tiefseebergbau. Für Anleger bleibt das Unternehmen aufgrund seiner frühen Entwicklungsphase ein spekulatives Investment mit entsprechend hohem Risikoprofil.

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