DBS Group, DNB Bank und Plus500 im Analystencheck
Aktuelle Markteinschätzungen zu drei Finanzwerten: DBS Group glänzt, DNB enttäuscht, Plus500 unter Druck.

Die jüngsten Market Talks der Dow Jones Newswires rücken drei Finanzwerte in den Fokus: die singapurische DBS Group, die norwegische DNB Bank sowie die Online-Handelsplattform Plus500. Analysten von RHB Research und Jefferies liefern dabei teils gegensätzliche Signale für Anleger.
DBS Group: Kurszielerhöhung und neues Rekordhoch
Die Aktien der DBS Group, einer der größten Banken Südostasiens, zeigen sich in starker Verfassung. Das Singapur-Research-Team von RHB Research stuft die Aktie weiterhin als „Buy" ein und hebt das Kursziel deutlich von 66,10 Singapur-Dollar auf 75,70 Singapur-Dollar an. Zum Zeitpunkt der Analyse notierten die Papiere 1,7 Prozent höher bei 71,99 Singapur-Dollar – nachdem sie zuvor ein Rekord-Intraday-Hoch von 72,23 Singapur-Dollar markiert hatten.
Als tragende Säulen des Investmentcases nennen die Analysten das Wealth-Management-Geschäft sowie die attraktive Rendite des Kreditinstituts. Das zinsunabhängige Ergebnis habe das Betriebsergebnis im zweiten Quartal voraussichtlich gestützt und den Druck auf den Zinsüberschuss abgefedert. Beim Gewinn nach Steuern und Minderheitsanteilen rechnen die Analysten im Jahresvergleich mit einem Anstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich, während das Wachstum im Quartalsvergleich aufgrund einer höheren Basis im ersten Quartal stagnieren könnte. Für den Zeitraum 2026 bis 2028 erwarten die Experten eine Dividendenrendite zwischen 4,1 und 4,6 Prozent – ein attraktives Signal für einkommensorientierte Anleger.
DNB Bank: Solide Zahlen, aber Aktie unter Druck
Weniger erfreulich ist das Bild bei der norwegischen DNB Bank. Die Jefferies-Analysten beschreiben die Ergebnisse für das zweite Quartal als „gemischt, aber insgesamt solide". Der Quartalsgewinn lag weitgehend im Rahmen der Erwartungen: Ein schwächerer Zinsüberschuss und leicht höhere Kosten wurden durch geringer als erwartet ausgefallene Kreditausfälle kompensiert.
Positiv hervorzuheben ist die Widerstandsfähigkeit des Provisionsergebnisses, das von einer starken Performance in den Bereichen Investmentbanking, Asset Management und Versicherungen profitierte. Im Asset Management wurden sogar Rekordzuflüsse von Kunden verzeichnet. Dennoch reagierte der Markt verhalten: Die Aktien verloren 3,8 Prozent auf 287,30 Kronen. Belastend wirkte auch der neu angekündigte Aktienrückkauf, der die Kapitalquote stärker reduzierte, als Analysten erwartet hatten. Die starke Kreditqualität und die Aktionärsrenditen des Instituts helfen laut Jefferies jedoch, den Druck auf die Kreditmargen auszugleichen.
Plus500: Jahresgewinn trotz aktuellem Kursrückgang
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Zur AktienanalyseDie Online-Handelsplattform Plus500 steht ebenfalls im Blickpunkt. Die Aktien verloren zum Analysezeitpunkt 13 Prozent auf 4.310 Pence – sind aber im bisherigen Jahresverlauf noch immer rund 18 Prozent im Plus. Jefferies sieht die Umsatz- und EBITDA-Prognose des Unternehmens weiterhin im Rahmen des Marktkonsenses von 811,5 Millionen US-Dollar bzw. 368,1 Millionen US-Dollar, erkennt aber Spielraum für Steigerungen.
Die Erwartungen an die EBITDA-Marge für das Geschäftsjahr 2026 von 45 Prozent erscheinen den Analysten etwas hoch. Allerdings könnte das zweite Halbjahr über den 41 Prozent des ersten Halbjahres liegen, da im ersten Halbjahr Investitionen in neue Produkte getätigt wurden, bevor diese Umsätze generieren konnten. „Ein breiteres Produktangebot, das häufiger verfügbar ist, sollte dazu beitragen, die Umsätze weiter zu steigern, und die Märkte bieten angesichts der anhaltenden Volatilität weiterhin Handelsmöglichkeiten", so die Jefferies-Analysten. Für Anleger bleibt Plus500 damit ein Wert mit Potenzial, aber auch mit kurzfristigen Risiken.


