DAX zurück über 24.000 Punkten
Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

Der deutsche Aktienmarkt hat sich zum Wochenschluss fester gezeigt und die Marke von 24.000 Punkten zurückerobert. Der DAX beendete den Handel mit 24.028 Punkten und lag damit 146 Punkte oder 0,6 Prozent über dem Niveau des Vortages. Ausschlaggebend waren positiv aufgenommene Wirtschaftsdaten sowie die Nachricht über die Übernahme von Warner Brothers durch Netflix. Die Hoffnung auf weiter sinkende Leitzinsen in den USA galt weiterhin als zentraler Treiber für die Erholungstendenzen im deutschen Leitindex. Unterstützung kam durch gestiegene Aufträge für die deutsche Industrie, die nach einer Phase rückläufiger Impulse wieder für Zuversicht sorgten. Ein wesentlicher Anteil des Zuwachses ging jedoch auf Großaufträge zurück, während Bestellungen aus dem Ausland rückläufig waren.
Analysten verwiesen darauf, dass ein zügiges Überschreiten der runden Marke weitere Kaufsignale hätte auslösen können. Auf Wochensicht legte der DAX 0,8 Prozent zu. Auch an den US-Börsen setzte sich die Erholung nach einer kurzen Pause fort. Vor der anstehenden Sitzung der US-Notenbank in der kommenden Woche blieben Anleger zuversichtlich, da eine Zinssenkung als wahrscheinlich galt. Die Aufmerksamkeit richtete sich vor allem auf Daten zur Verbraucherstimmung sowie den PCE-Kerndeflator, der für die Geldpolitik der Fed eine zentrale Rolle spielt und die Erwartungen erfüllte. Einen monatlichen Arbeitsmarktbericht gab es dieses Mal nicht. Der Dow Jones zeigte sich ebenfalls fester und notierte kurz nach Handelsbeginn 0,4 Prozent höher bei 48.020 Punkten.
Im Mediensektor sorgte eine weitreichende Übernahme für Aufmerksamkeit. Netflix kündigte den Erwerb von Warner Brothers für rund 72 Milliarden Dollar an. Der vereinbarte Preis von 27,5 Dollar je Aktie führt unter Berücksichtigung der Schulden zu einem Unternehmenswert von knapp 83 Milliarden Dollar. Der Abschluss der Transaktion wird für das dritte Quartal 2026 erwartet. Mit dem Kauf erhält Netflix Zugang zu umfangreichen Markenrechten, darunter „Game of Thrones“, „DC Comics“ sowie „Harry Potter“. Zugleich setzte sich der Streamingdienst damit gegen den Mitbewerber Paramount Skydance durch, der ebenfalls Interesse gezeigt hatte.
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Zur AktienanalyseWeitere Impulse kamen aus der Chemiebranche. BASF berichtete von deutlich steigenden Absatzmengen in China und verwies auf ein starkes Marktwachstum. Zudem erreichte der Kupferpreis mit 11.705 Dollar je Tonne ein neues Rekordniveau. Als Hauptgrund galten Produktionsausfälle in mehreren Förderländern. Für 2026 wird ein weiterer Preisanstieg erwartet, getragen durch Engpässe im Angebot und anhaltend hohe Nachfrage aus Zukunftstechnologien.


