DAX vor US-Jobdaten: Anleger setzen auf weitere Rekorde
Der DAX steuert auf ein Wochenplus von drei Prozent zu und könnte heute die 25.200-Punkte-Marke erneut angreifen. Entscheidend wird der US-Arbeitsmarktbericht am Nachmittag.

Die erste Handelswoche 2025 entwickelt sich für deutsche Anleger außergewöhnlich positiv. Trotz geopolitischer Spannungen markierte der DAX am Mittwoch erstmals die 25.000-Punkte-Marke und kletterte gestern zeitweise über 25.200 Zähler. Der Handelsschluss bei 25.127 Punkten bedeutet ein Wochenplus von knapp drei Prozent.
Vorsichtiger Start in den Freitag
Zum Wochenschluss taxiert der Broker IG den deutschen Leitindex 0,2 Prozent höher auf 25.174 Punkte. Mit großer Dynamik rechnen Marktteilnehmer allerdings nicht. Der Grund: Am Nachmittag steht der vielbeachtete US-Arbeitsmarktbericht auf der Agenda, der maßgeblichen Einfluss auf die Geldpolitik der Federal Reserve hat.
Ein schwächelnder Arbeitsmarkt könnte die Fed zu Zinssenkungen bewegen – positiv für Aktienmärkte, aber mit erhöhten Inflationsrisiken verbunden. Investoren halten sich daher zunächst zurück und warten auf konkrete Zahlen aus den USA.
Supreme Court-Entscheidung als Wildcart
Neben den Jobdaten richtet sich der Fokus auf eine bevorstehende Entscheidung des Obersten US-Gerichtshofs zur Rechtmäßigkeit von Zöllen. Kyle Rodda, leitender Finanzmarktanalyst bei Capital.com, bezeichnet dies als den "eigentlichen Joker" für die Märkte: "Wenn die Gerichte die US-Zölle kippen, wäre das ein großer Schub für die Marktstimmung."
Allerdings bleibt fraglich, ob die Trump-Regierung eine negative Entscheidung akzeptieren würde. Diese Unsicherheit spiegelt sich in den gestrigen US-Schlusskursen wider: Während der Dow Jones 0,6 Prozent auf 49.266 Punkte zulegte, verlor der Nasdaq 0,4 Prozent auf 23.480 Zähler. Der S&P 500 schloss nahezu unverändert bei 6.921 Punkten.
Ölpreise steigen trotz Venezuela-Krise
Am Rohstoffmarkt verteuerte sich Brent-Öl den zweiten Tag in Folge um 0,6 Prozent auf 62,35 Dollar je Barrel. US-Öl WTI notiert 0,6 Prozent fester bei 58,08 Dollar. Tina Teng, Marktstrategin bei Moomoo ANZ, erklärt: "Der Preisanstieg ist in erster Linie auf Trumps Anspruch zurückzuführen, den venezolanischen Ölexport zu kontrollieren."
Zusätzlich belasten Unruhen im Iran und Sorgen um russische Ölexporte im Ukraine-Krieg die Angebotssituation. Analysten rechnen mit anhaltend volatilen Ölpreisen in den kommenden Wochen.
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Zur AktienanalyseMega-Fusion im Bergbausektor bahnt sich an
In der Rohstoffbranche könnte ein historischer Zusammenschluss bevorstehen: Die Bergbaukonzerne Glencore und Rio Tinto verhandeln über eine Fusion zum weltgrößten Branchenunternehmen mit einem Börsenwert von 207 Milliarden Dollar. Beide Konzerne bestätigten Gespräche über eine mögliche Zusammenlegung einzelner oder aller Geschäftsbereiche.
Rio Tinto, weltgrößter Eisenerzförderer mit 142 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung, könnte Glencore (65 Milliarden Dollar) im Rahmen eines Aktientauschs übernehmen. Gemäß britischen Übernahmeregeln muss Rio Tinto bis zum 5. Februar ein formelles Angebot vorlegen oder den Vorstoß offiziell beenden.


