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DAX unter Druck: Nervosität bei Edelmetallen belastet deutsche Aktien

Deutscher Leitindex verliert an Schwung - Silberpreis und Bitcoin setzen Talfahrt fort

DAX unter Druck: Nervosität bei Edelmetallen belastet deutsche Aktien

Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich weiterhin von seiner schwachen Seite. Der DAX verlor am Donnerstag 0,46 Prozent auf 24.491,06 Punkte und entfernte sich damit weiter von der psychologisch wichtigen 25.000-Punkte-Marke. Zwischenzeitlich rutschte das Börsenbarometer sogar um 1,3 Prozent ab und näherte sich gefährlich seinem Jahrestief.

Besonders auffällig: Die Nervosität greift auf verschiedene Anlageklassen über. Während der Silberpreis seine Talfahrt fortsetzt, sackt auch der Bitcoin weiter ab. Jochen Stanzl von der Consorsbank warnt, dass ein Abrutschen des Silberpreises in Richtung 60 US-Dollar die Angst vor Anschlussverkäufen in anderen Märkten schüren könnte.

Die Europäische Zentralbank ließ wie erwartet die Leitzinsen unverändert. Doch statt Erleichterung herrscht Vorsicht unter den Investoren. "Anleger nehmen lieber Gewinne mit und positionieren sich an den Seitenlinien", erklärt Marktexperte Andreas Lipkow. Schwache Signale vom US-Arbeitsmarkt verstärken den Verkaufsdruck zusätzlich.

Rüstungs- und Autowerte unter Beschuss

Besonders hart traf es Rheinmetall mit einem Minus von 6,5 Prozent. Die fortdauernden Ukraine-Gespräche belasten die Rüstungsaktie, zudem wachsen Zweifel an zu optimistischen Erwartungen für 2026. Der Automobilsektor geriet ebenfalls ins Visier der Verkäufer: BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen verloren bis zu 3,7 Prozent, ausgelöst durch enttäuschende Quartalszahlen von Volvo Cars.

Der MDAX der mittelgroßen Werte gab 0,29 Prozent auf 31.434,51 Punkte nach. Hier sorgte Rational für einen Lichtblick: Der Großküchenausstatter sprang nach besser als erwarteten Zahlen um 13,5 Prozent nach oben. Auch Evonik legte 3,5 Prozent zu, trotz einer angekündigten Dividendenkürzung überzeugte die Gewinnprognose für 2026.

Internationale Märkte ebenfalls schwach

Die Schwäche zog sich durch die europäischen Börsen. Der EuroStoxx 50 verlor 0,75 Prozent auf 5.925,70 Punkte. In Zürich und besonders in London ging es ebenfalls abwärts. Der Dow Jones Industrial notierte zum europäischen Handelsschluss knapp ein Prozent im Minus.

Die größte Herausforderung bleibt die Unsicherheit im Technologiesektor. Künstliche Intelligenz stellt traditionelle Geschäftsmodelle auf den Prüfstand und sorgt für zusätzliche Verunsicherung bei den Marktteilnehmern. In diesem angespannten Umfeld dürfte die Volatilität vorerst hoch bleiben.

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