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DAX unter Druck durch Trumps Zolldrohungen

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DAX unter Druck durch Trumps Zolldrohungen

Der DAX hatte seine jüngste Rekordrally abrupt beendet. Nachdem der Leitindex zunächst bis auf 20.480 Punkte gestiegen war, fiel er zur Mittagszeit ins Minus und schloss mit einem Rückgang von 0,05 Prozent bei 20.329,94 Punkten. Ausschlaggebend waren Berichte über mögliche drastische Zolldrohungen des designierten US-Präsidenten Donald Trump, der sogar einen nationalen wirtschaftlichen Notstand ausrufen wollte, um Importzölle durchzusetzen. Diese Entwicklung belastete insbesondere europäische Märkte, da Trumps angekündigte Zölle von bis zu 60 Prozent auf chinesische Waren und weitere Zuschläge auf Importe aus Kanada und Mexiko die Inflation hätten anheizen können.

Zeitgleich hatten sich die US-Börsen stabil gezeigt. Der Dow Jones und die Technologiewerte an der Nasdaq hatten leicht zugelegt. Marktteilnehmer hatten gespannt auf die Protokolle der letzten Zinssitzung der US-Notenbank gewartet, die Hinweise auf zukünftige geldpolitische Maßnahmen geben könnten. Die Fed hatte zuletzt den Leitzins gesenkt und signalisiert, dass die Lockerung der Geldpolitik 2025 langsamer voranschreiten würde. Positiv hatten sich auch die aktuellen Arbeitsmarktdaten ausgewirkt, die eine überraschend geringe Zahl an Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe zeigten.

Auf dem Devisenmarkt hatte der Dollar von den Aussagen Trumps profitiert, während der Euro nach anfänglichen Gewinnen ins Minus drehte. Der Goldpreis war um 0,7 Prozent auf 2.667 Dollar pro Feinunze gestiegen. Bei den Rohölpreisen hatte es hingegen Rückgänge gegeben. Ein Barrel der Nordseesorte Brent hatte zuletzt 76,18 Dollar gekostet, nachdem die Ölreserven in den USA weniger stark gesunken waren als erwartet.

Auch der Kryptowährungsmarkt hatte Schwäche gezeigt. Der Bitcoin hatte über zwei Prozent verloren und war bei 94.751 Dollar notiert. Hintergrund waren Zweifel an weiteren Zinssenkungen, die die Attraktivität risikoreicher Anlagen hätten mindern können.

Im DAX hatte SAP ein neues Rekordhoch bei 248,60 Euro erzielt. Positiv hatte sich auch die Aktie von Heidelberg Materials entwickelt, die sich ihrem Rekordhoch angenähert hatte. Unter Druck hatten hingegen Siemens Energy und der Windturbinenhersteller Nordex gestanden, belastet durch Trumps ablehnende Haltung gegenüber dem Bau neuer Windturbinen. Auch Halbleiterwerte wie Infineon waren von Gewinnmitnahmen bei Nvidia beeinflusst worden.

International hatte Shell niedrigere Handelsergebnisse und Abschreibungen gemeldet, während ExxonMobil aufgrund schwächerer Margen mit einem deutlichen Gewinnrückgang gerechnet hatte. Samsung hatte mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten verfehlt, konnte jedoch ein deutlich gesteigertes operatives Ergebnis vorweisen.

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