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DAX und globale Märkte im Abwärtssog

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DAX und globale Märkte im Abwärtssog

Der deutsche Leitindex DAX schloss gestern mit einem Verlust von 2,13 Prozent bei 19.033 Punkten und nähert sich erneut der 19.000-Punkte-Marke. Ein schwacher Quartalsbericht und Unsicherheit über die politische Entwicklung in den USA belasten den deutschen Markt. Auch der MDAX verzeichnete mit einem Rückgang um 2,02 Prozent auf 26.452 Punkte deutliche Verluste. Analysten beobachten die Situation skeptisch und erwarten möglicherweise bald einen weiteren Test der 19.000-Punkte-Unterstützung.

Der Wahlsieg von Donald Trump sorgt ebenfalls für Nervosität unter Investoren, insbesondere in Bezug auf die China-Geschäfte. Trumps geplante Ernennung von Marco Rubio zum Außenminister, der eine kritische Haltung gegenüber China vertritt, verstärkt die Sorge der Anleger. Unternehmen wie LVMH, Kering und deutsche Autobauer, die stark vom chinesischen Markt abhängen, geraten zunehmend unter Druck. Gleichzeitig legen sogenannte Trump-Assets wie der Dollar und Bitcoin zu.

Der ZEW-Index des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung sendet ebenfalls negative Signale. Die Konjunkturerwartungen fielen im November unerwartet deutlich, und die Einschätzung der aktuellen Lage erreichte den niedrigsten Stand seit Mai 2020. In den USA sind die Börsen ebenfalls von einem leichten Abwärtstrend geprägt. Während der Dow Jones um 0,45 Prozent nachgibt, notieren der S&P 500 und die Nasdaq um 0,25 Prozent schwächer.

Die Erwartung einer möglichen Zinssenkung der Federal Reserve wird durch bevorstehende Inflationsdaten gedämpft, was den Dollar weiter stärkt und den Euro schwächer macht. Auch der Bitcoin-Kurs bleibt volatil, obwohl er nach einem Rekordhoch von 89.993 Dollar leicht auf 86.000 Dollar zurückfiel. Analysten warnen vor möglichen regulatorischen Eingriffen aufgrund des steigenden Interesses an Kryptowährungen.

Unternehmensseitig musste Bayer aufgrund schwacher Agrargeschäfte und hoher Abschreibungen einen Kursverlust von rund 15 Prozent hinnehmen, während Rheinmetall nach dem Trump-Sieg ein neues Rekordhoch erreichte. Die Aussicht auf steigende Verteidigungsausgaben in Europa gibt der Aktie starken Aufwind. Infineon hob sich ebenfalls positiv ab, da der Halbleiterhersteller für das Jahr 2025 eine deutliche Umsatzsteigerung im Bereich Künstliche Intelligenz prognostiziert.

Weitere bedeutende Kursbewegungen zeigen sich bei Brenntag, Lufthansa, BayWa, United Internet und Cancom, die alle aufgrund enttäuschender Quartalsberichte oder neuer politischer Unsicherheiten an Wert verloren. Im Energiesektor wurde der britische Konzern Shell von einer Verpflichtung zur CO₂-Reduzierung freigesprochen, was als Erfolg für das Unternehmen gewertet wird. In Großbritannien litt Vodafone unter den Folgen einer Gesetzesänderung in Deutschland, die zu einem Verlust von TV-Kunden führte und den Kurs um mehr als acht Prozent drückte.

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