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DAX überschreitet erneut 24.000 Punkte

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DAX überschreitet erneut 24.000 Punkte

Der DAX ist wieder über die Marke von 24.000 Punkten gestiegen und hat damit seine jüngste Erholung fortgesetzt. Nach einem zunächst holprigen Start zeigten sich die Anleger im Tagesverlauf zunehmend risikobereit. Rückenwind kam vor allem aus den USA, wo neue Konjunkturdaten Hoffnungen auf eine lockerere Geldpolitik nährten. Zum Handelsende stand der deutsche Leitindex bei 24.199 Punkten, was einem Plus von 1,0 Prozent entsprach. Das Tagestief hatte der Index am Morgen bei 24.087 Punkten markiert.

Im weiteren Verlauf des Handelstages gewannen die Kurse deutlich an Dynamik. Auslöser waren überraschend niedrig ausgefallene Verbraucherpreisdaten aus den Vereinigten Staaten. Die Inflation sank dort im November auf 2,7 Prozent und lag damit klar unter den Erwartungen der Analysten. Auch die Kerninflation, bei der Energie- und Lebensmittelpreise ausgeklammert werden, ging auf 2,6 Prozent zurück. Diese Zahlen verstärkten an den internationalen Märkten die Spekulation auf mögliche Zinssenkungen in den USA.

Während viele Marktteilnehmer die Daten positiv aufnahmen, äußerten sich einige Experten zurückhaltender. Sie verwiesen darauf, dass infolge eines vorherigen Shutdowns nicht alle relevanten Daten erhoben werden konnten und die Aussagekraft der aktuellen Inflationszahlen daher begrenzt sei. Zudem wurde betont, dass die Jahresteuerungsrate trotz des Rückgangs weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau liege.

Auch geldpolitische Signale aus dem Euroraum spielten eine Rolle. Die Europäische Zentralbank ließ ihre Leitzinsen wie erwartet unverändert und beließ den Einlagensatz bei zwei Prozent. EZB-Präsidentin Christine Lagarde betonte nach der Entscheidung, dass die Geldpolitik sich an einem guten Punkt befinde, ohne jedoch zukünftige Schritte vorwegzunehmen. Hinter den Kulissen dürfte jedoch intensiv über den weiteren Inflationsausblick diskutiert werden.

An den Finanzmärkten wird bereits über mögliche Zinserhöhungen in den Jahren 2026 oder 2027 spekuliert. Als potenzielle Risikofaktoren gelten unter anderem umfangreiche staatliche Ausgabenprogramme, insbesondere in Deutschland, die den Preisdruck wieder erhöhen könnten. Auch Stimmen aus dem EZB-Rat hatten zuletzt signalisiert, dass der nächste geldpolitische Schritt nicht zwingend eine Lockerung sein müsse.

Positive Impulse kamen zudem von den US-Börsen, wo insbesondere Technologieaktien zulegen konnten. Die Aussicht auf sinkende Zinsen sorgte dort für Kursgewinne bei allen großen Indizes. Diese Entwicklung unterstützte auch die Stimmung an den europäischen Märkten und trug dazu bei, dass der DAX den Handelstag deutlich im Plus beendete.

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