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DAX tritt auf der Stelle – Gold steigt auf 5.000 Dollar

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Der DAX zeigt sich zum Wochenschluss wenig bewegt und pendelt um die Marke von 24.854 Punkten. Damit verharrt der deutsche Leitindex praktisch auf Vortagesniveau, nachdem er am Donnerstag noch mit einem Plus von 1,2 Prozent bei 24.856 Punkten aus dem Handel gegangen war. Auslöser für die gestrigen Kursgewinne war ein Rückzieher von US-Präsident Donald Trump bei seinen Zoll-Drohungen im Streit um Grönland.

Doch die Euphorie hält nicht an. "Für einen Anstieg über 24.900 Punkte wollen die Anleger jetzt die Rückversicherung der Unternehmen haben, dass ihre starken Gewinnerwartungen für 2026 realistisch sind", erklärt Jochen Stanzl, Marktexperte bei der Consorsbank. Die nachlassende Sorge um neue Handelskonflikte eröffne den Anlegern nun die Möglichkeit, sich stärker der anstehenden Berichtssaison zu widmen.

Hoffnung auf Friedensgespräche beflügelt

Neben den Quartalsberichten rückt auch die Hoffnung auf Fortschritte in den Friedensgesprächen zwischen Russland und der Ukraine in den Fokus. "Ein möglicher Durchbruch auf dem Weg zum Frieden wäre für die europäischen Märkte der ultimative Wachstumstreiber und könnte den DAX schnell wieder über die 25.000er-Marke hieven", prognostiziert Frank Sohlleder vom Broker ActivTrades.

Positive Konjunktursignale aus Deutschland

Erfreuliche Nachrichten kommen von der Konjunkturfront: Der deutsche Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft – also Industrie und Dienstleister zusammen – stieg im Januar um 1,2 auf 52,5 Punkte, wie der Finanzdienstleister S&P Global zu seiner monatlichen Unternehmensumfrage mitteilte. Damit liegt das an den Finanzmärkten stark beachtete Barometer weiterhin über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

"Insgesamt ist das ein guter Start ins neue Jahr", kommentiert Chefvolkswirt Cyrus de la Rubia von der Hamburg Commercial Bank, die die Umfrage sponsert. Allerdings schränkt er ein: "Dennoch bleibt die Erholung eher fragil."

BASF im Fokus – Gewinn gestiegen, Umsatz gesunken

Im Fokus der Investoren steht heute die BASF-Aktie. Der weltgrößte Chemiekonzern hat im vergangenen Jahr netto rund 1,6 Milliarden Euro verdient – ein Anstieg gegenüber 1,3 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Umsatz sank allerdings von 61,4 Milliarden Euro auf 59,7 Milliarden Euro. Während die Absatzmengen leicht gestiegen seien, hätten negative Währungseffekte und leicht rückläufige Verkaufspreise die Erlösentwicklung belastet, teilte das Unternehmen mit.

Die deutsche Chemieindustrie steht generell unter erheblichem Druck. Sie bekommt die weltweit schwache Nachfrage deutlich zu spüren, zudem machen die hohen Energiepreise der Branche zu schaffen. Der Branchenverband VCI warnte unlängst sogar vor einem Kollaps der deutschen Chemieindustrie.

Gold auf Rekordkurs – Flucht aus US-Vermögenswerten

Während die Rally am Aktienmarkt unterbrochen ist, steigen die Preise für Edelmetalle weiter. In den vergangenen zwölf Monaten kletterte der Goldpreis von etwas mehr als 2.700 Dollar auf jetzt beinahe 5.000 Dollar je Feinunze – ein beeindruckender Anstieg.

Die Gründe für diesen Höhenflug sind vielschichtig: Zum einen sorgen geopolitische Krisen dafür, dass Gold als sicherer Hafen besonders gefragt ist. Zum anderen führen die Preissteigerungen selbst zu weiteren Käufen – steigende Kurse werden zum Argument für weitere Käufe. "Viele Anleger dürften derzeit nicht aus Überzeugung einsteigen, sondern aus Sorge, etwas zu verpassen", erklärt Timo Emden vom Analysehaus Emden Research.

Experten verweisen jedoch noch auf einen weiteren wichtigen Faktor: Das Vertrauen in die USA und deren Vermögenswerte sei erschüttert, und das treibe Kapital in Edelmetalle, sagt Kyle Rodda, leitender Marktanalyst bei Capital.com. Die unberechenbare US-Außen- und Handelspolitik sowie die mögliche Aushöhlung der Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed durch Präsident Trump haben viele Investoren in den vergangenen Monaten verunsichert.

Intel enttäuscht mit Quartalszahlen

Der Chipkonzern Intel hatte gestern nach US-Börsenschluss seine Quartalsbilanz vorgelegt. Die Erlöse sanken um vier Prozent auf 13,7 Milliarden Dollar. Unter dem Strich stand ein Verlust von 591 Millionen Dollar – nach roten Zahlen von 126 Millionen Dollar im Vorjahresquartal.

Intel kann derzeit wegen Lieferengpässen bei Rohstoffen die wachsende Nachfrage nach Server-Prozessoren nicht bedienen. Deshalb fiel die Prognose für das laufende Quartal für die Anleger enttäuschend aus – ein weiterer Dämpfer für den angeschlagenen Chipriesen.

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