Dax tritt auf der Stelle – Anleger warten auf Iran-Signale
Nach der starken Vortagserholung zeigt der Dax kaum Bewegung. Investoren beobachten die diplomatischen Entwicklungen zwischen den USA und dem Iran.

Der DAX kommt nach seiner deutlichen Erholung vom Vortag zunächst nicht weiter voran. Am Mittwochnachmittag notierte der deutsche Leitindex mit einem minimalen Plus von 0,09 Prozent bei 24.111 Punkten. Damit hält er sich knapp über der psychologisch wichtigen Marke von 24.000 Punkten.
Besser schlug sich der MDax: Der Index der mittelgroßen deutschen Börsenunternehmen legte um 0,6 Prozent auf 30.725 Punkte zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab hingegen leicht um 0,12 Prozent nach.
Die Zurückhaltung der Anleger hat einen klaren Grund: Sie warten ab, ob die Gespräche zwischen den USA und dem Iran tatsächlich wieder aufgenommen werden. US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, dass in den kommenden zwei Tagen in Pakistan eine neue Gesprächsrunde stattfinden könnte. Zuvor waren Wochenendverhandlungen gescheitert, woraufhin die USA iranische Häfen blockiert hatten.
„Die beeindruckende Kursentwicklung bei Risikoanlagen deutet darauf hin, dass die Märkte bereit sind, über die unmittelbaren Auswirkungen des Nahostkonflikts hinwegzusehen", kommentierte Tony Sycamore, Analyst bei IG.
Ölpreise ziehen wieder an
Am Rohstoffmarkt sorgt der Nahostkonflikt erneut für Bewegung. Die Nordseesorte Brent stieg auf bis zu 95,71 Dollar je Barrel, die US-Sorte WTI kletterte auf bis zu 92,40 Dollar. Die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung zwischen Washington und Teheran begrenzt den Preisanstieg jedoch. Gold legte auf 4.833 Dollar je Feinunze zu.
Asien und Wall Street zeigen Stärke
In Tokio verbuchte der Nikkei-Index ein Plus von 0,44 Prozent auf 58.134 Punkte und näherte sich damit seinem Rekordhoch vom Ende Februar. Auch die chinesischen Börsen präsentierten sich fester.
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Zur AktienanalyseAn der Wall Street hatte der technologielastige Nasdaq am Dienstag den zehnten Gewinntag in Folge verbucht und um zwei Prozent auf 23.639 Punkte zugelegt. Der breit gefasste S&P 500 gewann 1,2 Prozent auf 6.967 Zähler und rückte damit ebenfalls an sein Rekordhoch heran. Der Dow Jones stieg um 0,7 Prozent auf 48.535 Punkte.
Dollar stabilisiert sich nach Verlustserie
Am Devisenmarkt stabilisierte sich der US-Dollar nach sieben aufeinanderfolgenden Verlusttagen. Gegenüber dem Euro notierte er nahezu unverändert bei 1,1783 Dollar. Zum japanischen Yen legte der Dollar 0,2 Prozent auf 159,02 Yen zu, zum chinesischen Yuan stieg er leicht auf 6,8191 Yuan. Gegenüber dem Schweizer Franken gab er etwas auf 0,7815 Franken nach.


