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DAX steigt dank Zinssenkung

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DAX steigt dank Zinssenkung

Der DAX hat seine frühen Verluste hinter sich gelassen und die laufende Erholung fortgesetzt. Unterstützt durch positive Vorgaben aus New York gelang es dem Leitindex, nach einem schwächeren Beginn ins Plus zu drehen. Die dritte Leitzinssenkung der US-Notenbank in diesem Jahr sorgte für Erleichterung an den Märkten. Der DAX beendete den Handel 0,7 Prozent höher bei 24.294 Punkten und erreichte damit den höchsten Stand seit rund einem Monat, nachdem er sich zu Handelsbeginn zunächst der Marke von 24.000 Punkten angenähert hatte.

Die Entscheidung der Federal Reserve, den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte zu senken, erfolgte vor dem Hintergrund zunehmender Sorgen um die Entwicklung am Arbeitsmarkt. Fachleute verwiesen jedoch auf unterschiedliche Einschätzungen innerhalb des geldpolitischen Entscheidungsgremiums. Diese Spannungen spiegelten sich in den Zinsprognosen wider und gelten als Faktor, der die Märkte voraussichtlich auch im kommenden Jahr prägen wird.

In den USA näherte sich der Dow Jones Industrial erneut einem Rekordstand und erreichte diesen im frühen Handel. Technologiewerte standen dagegen unter Druck. Belastend wirkten hohe Investitionen in Künstliche Intelligenz bei Oracle sowie ein schwächer als erwartetes Wachstum der Cloud-Sparte. Die Aktien des Unternehmens verloren rund 15 Prozent. Beobachter hoben hervor, dass Oracle im Zentrum der Debatte über steigende KI-Kosten stehe, dem Konzern im Vergleich zu großen Cloud-Anbietern jedoch umfangreiche Cashflows fehlten. Der Nasdaq 100 sank zum Handelsstart um 0,9 Prozent auf 25.550 Punkte.

Unter den deutschen Einzelwerten rückten Munich Re und Daimler Truck in den Fokus. Die Aktie von Munich Re legte während des Kapitalmarkttags des Konzerns zeitweise um bis zu 2,2 Prozent zu. Aussagen zur strategischen Ausrichtung sorgten für zusätzlichen Auftrieb. Auch Daimler Truck verzeichnete deutliche Kursgewinne und setzte sich mit einem Plus von 3,6 Prozent an die Spitze des DAX. Eine Kaufempfehlung eines US-Analysehauses und die Hoffnung auf weniger strenge Vorgaben beim Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor unterstützten die Entwicklung.

Weitere Impulse kamen aus Brüssel. Nach Angaben aus dem Europäischen Parlament plant die EU-Kommission Änderungen an den Vorgaben für neue Pkw ab 2035. Demnach soll die ursprünglich vorgesehene vollständige Reduktion des CO2-Ausstoßes durch eine Quote von 90 Prozent ersetzt werden. Auch für 2040 sei kein vollständiges Ausstiegsziel vorgesehen. Eine Stellungnahme der Kommission lag zunächst nicht vor.

Wirtschaftsforschungsinstitute revidierten zudem ihre Wachstumserwartungen für Deutschland. Für die Jahre 2026 und 2027 rechnen mehrere Institute mit einem geringeren Anstieg der Wirtschaftsleistung als bisher angenommen. Belastungen durch die Zollpolitik der USA und strukturelle Schwächen im Inland wurden als Hauptgründe genannt. Für 2026 werden nun lediglich 0,8 Prozent Wachstum erwartet, für 2027 rund 1,1 Prozent. Auch andere Institute senkten ihre Prognosen und gehen von einer moderaten Erholung aus.

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