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DAX startet verhalten in neue Börsenwoche

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DAX startet verhalten in neue Börsenwoche

Anleger bleiben vorsichtig am deutschen Aktienmarkt. Zum Wochenstart verzeichnet der DAX einen kleinen Abschlag von 0,2 Prozent bei 15.885 Punkten, da die Vorgaben von der Wall Street und den Asien-Börsen verhalten sind. Trotzdem konnte der deutsche Leitindex zum Wochenschluss eine wichtige Marke erfolgreich verteidigen, was ihm eine gute Chance gibt, in der neuen Börsenwoche seinen Aufwärtstrend wieder aufzunehmen. Analysten von Helaba sind optimistisch und gehen davon aus, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis der DAX wieder die Marke von 16.000 Punkten überschreitet. Allerdings warnen LBBW-Analysten vor Gewinnmitnahmen aufgrund einer Eintrübung der US-Konjunktur.

Investoren richten ihre Aufmerksamkeit auf die Veröffentlichung des Geschäftsklimaindexes durch das ifo-Institut, den wichtigsten deutschen Konjunkturfrühindikator. Ökonomen erwarten einen Anstieg des Indikators auf 94,0 von 93,3 Punkten. Im März war der Index trotz der Sorge vor einer neuen Bankenkrise überraschend zum fünften Mal in Folge gestiegen. In der kommenden Woche wird die Berichtssaison der Unternehmen in den USA mit der Veröffentlichung der Bücher der Big-Tech-Konzerne Apple, Amazon, Meta, Alphabet und Microsoft für Spannung sorgen.

Die US-Börsen haben zum Wochenausklang kaum verändert geschlossen, da die jüngsten US-Konjunkturdaten die Anleger vorsichtig stimmen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss bei 33.808 Punkten, der breiter gefasste S&P 500 bei 4133 und der Index der Technologiebörse Nasdaq bei 12.072 Zählern. An den asiatischen Börsen halten sich die Anleger zu Wochenbeginn ebenfalls mit Käufen zurück. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index liegt kurz vor Handelsschluss in Tokio 0,2 Prozent im Plus.

Der norwegische Chemikalien-, Dünger- und Industriegaskonzern Yara und der Leipziger Gasimporteur VNG haben eine Absichtserklärung zur Kooperation beim Auf- und Ausbau einer Infrastruktur für klimafreundlichen Ammoniak beziehungsweise Wasserstoff in Rostock unterzeichnet. Bei der Schweizer Großbank Credit Suisse sind die Vermögensabflüsse im ersten Quartal weitergegangen, da Kunden netto 61,2 Milliarden Franken abgezogen haben. Die Bank stellte für das zweite Quartal und das gesamte Jahr einen erheblichen Vorsteuerverlust in Aussicht.

Im deutschen DAX rückt die Aktie von Mercedes-Benz in den Fokus, da der Bundesgerichtshof (BGH) heute entscheidet, ob Mercedes-Käufer etwaige Schadenersatz-Ansprüche im Dieselskandal beim Abschluss ihres Autokredits verloren haben. Das Technologie-Investmentunternehmen Silverlake plant die Übernahme der Darmstädter Software AG für 2,2 Milliarden Euro, indem es den Aktionären 30 Euro je Anteilschein bietet. Die Aktie von Mercedes-Benz verzeichnet bisher keine großen Bewegungen und liegt im frühen Handel nahezu unverändert.

Der Goldpreis steht unter Druck, da die Zinserwartungen in den USA wieder steigen. Die Feinunze Gold kostet im frühen Handel 1978 Dollar und damit 0,3 Prozent weniger. Der Euro verliert im asiatischen Devisenhandel 0,1 Prozent auf 1,0979 Dollar, bleibt aber in Reichweite des vor gut einer Woche markierten einjährigen Höchststands von 1,1074 Dollar.

Insgesamt bleibt die Lage am deutschen Aktienmarkt unsicher, da die Risiken nicht kleiner geworden sind und die Vorgaben von der Wall Street und den Asien-Börsen verhalten sind. Die Investoren richten ihre Aufmerksamkeit auf den Geschäftsklimaindex und die Berichtssaison der Unternehmen in den USA. Analysten sind optimistisch, dass der DAX wieder die Marke von 16.000 Punkten überschreiten wird, warnen jedoch vor möglichen Gewinnmitnahmen aufgrund einer Eintrübung der US-Konjunktur.

DAXBörseGoldGasMercedes-Benz

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