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DAX startet mit Vorsicht in neue Woche

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DAX startet mit Vorsicht in neue Woche

Der deutsche Aktienmarkt wird zum Wochenauftakt mit verhaltenen Vorzeichen in den Handel starten. Am letzten Handelstag der Vorwoche hatten sich die Kurse noch spürbar abgeschwächt gezeigt. Belastend wirkten vor allem Impulse von den US-Börsen, wo erneut Sorgen über mögliche Übertreibungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz aufgekommen waren. Diese Unsicherheit führte dazu, dass Anlegerinnen und Anleger vor dem Wochenende vorsichtiger agierten und Gewinne teilweise mitnahmen.

Der DAX hatte zunächst noch Stärke signalisiert und sich zeitweise bis in die Nähe der Marke von 24.500 Punkten vorgearbeitet. Mit einem Tageshoch bei 24.474 Zählern erreichte der Leitindex den höchsten Stand seit rund zwei Monaten. Im weiteren Verlauf überwog jedoch die Zurückhaltung. Am Ende ging der DAX mit einem Minus von 0,45 Prozent bei 24.186,49 Punkten aus dem Handel. Auf Wochensicht stand dennoch ein Zuwachs von 0,7 Prozent zu Buche, womit der Index weiterhin in Reichweite seines Allzeithochs blieb.

Im Fokus der Märkte stand einmal mehr die Entwicklung an der Wall Street. Dort hatten Umschichtungen aus Technologiewerten in andere Sektoren eingesetzt. Hintergrund waren Befürchtungen, dass der KI-Boom zu überhöhten Bewertungen geführt haben könnte. Davon profitierte insbesondere der Dow Jones, der stärker von klassischen Industrieunternehmen geprägt ist. Marktteilnehmer erwarten, dass diese sektorale Rotation dem DAX in den kommenden Tagen grundsätzlich Unterstützung liefern könnte.

Positive Signale kamen zudem von der Marktstimmung. Beobachter verwiesen darauf, dass der Fear-&-Greed-Index zuletzt den neutralen Bereich erreicht hatte. Dies wird als Hinweis auf weiteres Aufwärtspotenzial gewertet und spricht für ein insgesamt konstruktives Umfeld zum Jahresende. Entsprechend rechnen viele Marktteilnehmer weiterhin mit einer saisonal bedingten Belebung der Kurse.

Konjunkturseitig bestätigten die endgültigen Inflationsdaten für November die vorläufigen Zahlen. Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen erneut 2,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Vor allem Dienstleistungen und einzelne Lebensmittel verteuerten sich überdurchschnittlich. Damit verharrte die Inflationsrate den vierten Monat in Folge oberhalb der Zwei-Prozent-Marke, was die Kaufkraft der privaten Haushalte weiterhin dämpft.

An den Rohstoffmärkten rückten Edelmetalle in den Vordergrund. Nach der jüngsten Zinssenkung der US-Notenbank gewann vor allem Silber deutlich an Wert und erreichte ein neues Allzeithoch von über 64 Dollar je Feinunze. Auch Gold und Platin legten zu, begünstigt durch die Suche der Investoren nach Alternativen zu verzinslichen Anlagen sowie durch eine steigende industrielle Nachfrage nach Silber.

Im Aktienhandel zeigten sich zudem deutliche Einzelbewegungen. Adidas und Puma profitierten von positiven Unternehmensnachrichten eines Wettbewerbers und verzeichneten Kursgewinne. Im Rüstungssektor sorgte ein langfristiger Liefervertrag für Radar­technik für Kursfantasie, während andere Titel aus dem Bereich unter Abgabedruck gerieten.

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