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DAX stagniert nach neuem Rekordhoch

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DAX stagniert nach neuem Rekordhoch

Nach der Rekordjagd an den vergangenen Handelstagen hat der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag einen Gang zurückgeschaltet. Der DAX kletterte zunächst dank starker Auftragseingänge in der Industrie auf ein neues Allzeithoch von 25.217,52 Punkten, verlor im Verlauf jedoch an Schwung. Am Ende des Handelstags stand der Leitindex nahezu unverändert bei 25.227 Punkten, nachdem er am Vortag erstmals die Marke von 25.000 Punkten überschritten hatte.

Marktbeobachter führen die schwächere Dynamik auf Gewinnmitnahmen zurück, die nach der rasanten Aufwärtsbewegung der vergangenen Tage eingesetzt haben. Fachleute mahnten, die Anlegerinnen und Anleger sollten in den kommenden Wochen vorsichtiger agieren. Laut Einschätzung des Börsenbriefs Fuchs-Kapital dürfte die Aufwärtsbewegung im ersten Quartal an Tempo verlieren, auch wenn die Rahmenbedingungen für den Aktienmarkt weiterhin günstig blieben. Ein Rückgang unter die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten könnte die Stimmung jedoch kurzfristig belasten.

Unterstützung erhält der Markt weiterhin von der Hoffnung auf weitere Zinssenkungen in den USA und sinkende Ölpreise. Die Aufmerksamkeit der Investoren richtet sich nun auf die bevorstehenden US-Arbeitsmarktdaten, die entscheidend für die weitere Zinspolitik der Federal Reserve sein dürften. Die US-Notenbank hatte im vergangenen Jahr ihren Leitzins in mehreren Schritten auf eine Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent gesenkt. Dabei stand sie unter Druck von Präsident Donald Trump, der eine noch expansivere Geldpolitik forderte.

Im Branchenvergleich zeigten sich erneut die Rüstungswerte besonders stark. Nach der Ankündigung von US-Präsident Trump, die Militärausgaben 2027 auf 1,5 Billionen Dollar zu erhöhen, stiegen Aktien der Branche deutlich. Rheinmetall legte um 1,9 Prozent zu, im MDAX gewannen Renk 2,9 Prozent und TKMS sogar 7,0 Prozent. Medienberichten zufolge steht TKMS vor dem Abschluss eines Großauftrags aus Indien.

Auch Bayer und Allianz zählten zu den Gewinnern des Handelstags. Bayer profitierte von einem Bericht der Financial Times, wonach sich die EU-Institutionen auf eine Lockerung der Regeln für gentechnisch veränderte Nutzpflanzen geeinigt hätten. Die Aktie legte 2,9 Prozent zu und hat in zwei Monaten mehr als 50 Prozent gewonnen. Die Allianz meldete den erfolgreichen Verkauf eines 23-Prozent-Anteils an indischen Versicherungsgesellschaften für 2,1 Milliarden Euro an die Bajaj Promotor Group und will die restliche Beteiligung bis Mitte 2026 veräußern.

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