ANZEIGEDie kleine Aktie ist aktuell gnadenlos unterbewertet. So profitieren deutsche Anleger…

DAX springt über 24.000 Punkte – Hoffnung auf Diplomatie treibt Märkte

Neue Gesprächssignale zwischen den USA und Iran beflügeln den deutschen Aktienmarkt – der DAX klettert auf 24.044 Punkte.

DAX springt über 24.000 Punkte – Hoffnung auf Diplomatie treibt Märkte

Der DAX hat am heutigen Handelstag kräftig zugelegt und die psychologisch wichtige Marke von 24.000 Punkten zurückerobert. Mit einem Plus von 1,27 Prozent schloss der deutsche Leitindex bei 24.044 Zählern – nahezu auf dem Niveau, das er nach Bekanntgabe eines Waffenstillstands zuletzt erreicht hatte. Treiber der Erholung waren wachsende Hoffnungen auf eine neue Verhandlungsrunde zwischen Washington und Teheran.

Die Zeichen mehren sich, dass beide Seiten weitere Gespräche anstreben. Selbst die US-Blockade der Straße von Hormus – einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt – konnte die Anleger nicht aus der Ruhe bringen. Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst bei der Consorsbank, brachte die Stimmung auf den Punkt: „Die Börsen bewegen sich in die Richtung, in die sich der Konflikt entwickelt, und diese Richtung deutet auf ein diplomatisches Endspiel statt auf eine neue kriegerische Eskalation hin." Die Sensibilität gegenüber Nachrichten und Wendungen im Konflikt nehme spürbar ab, so Stanzl weiter.

Ölpreise geben nach – Wall Street auf Monatshoch

Die Entspannungssignale wirkten sich unmittelbar auf den Ölmarkt aus. Nordseeöl der Sorte Brent verbilligte sich bis zum frühen Abend um rund zwei Prozent auf 95,50 Dollar je Barrel. Auch an der Wall Street dominierte die Friedenshoffnung: Der Dow Jones erreichte im frühen Handel den höchsten Stand seit Anfang März.

Rückenwind kam zudem aus dem US-Bankensektor. Die Citigroup überzeugte mit einem Gewinnsprung von 42 Prozent auf knapp 5,8 Milliarden Dollar – ein Ergebnis, das Analysten deutlich überraschte. Damit schnitt das Institut besser ab als die Konkurrenten JPMorgan und Wells Fargo, die zwar ebenfalls Quartalszahlen vorlegten, Investoren aber weniger begeistern konnten. Goldman Sachs hatte am Vortag noch enttäuscht.

Amazon greift ins Satellitengeschäft – Kooperation mit Apple

Für Gesprächsstoff sorgte auch eine große Übernahme im Technologiesektor. Amazon übernimmt den Satellitenbetreiber Globalstar, um sein eigenes Satellitennetz namens Amazon Leo weiter auszubauen. Das neue System soll Mobilfunknetzbetreibern ermöglichen, ihre Dienste über die Reichweite terrestrischer Netze hinaus zu erweitern.

Gleichzeitig gab Amazon eine Partnerschaft mit Apple bekannt: Über Amazon Leo sollen künftig Satellitendienste für ausgewählte iPhone- und Apple-Watch-Modelle bereitgestellt werden. Die Kombination aus Übernahme und strategischer Allianz unterstreicht Amazons Ambitionen im globalen Konnektivitätsmarkt.

Stahlwerte und BMW im Fokus des deutschen Markts

Am deutschen Aktienmarkt profitierten Stahlwerte von einer politischen Entscheidung auf EU-Ebene. Die Europäische Union verschärft ihre Einfuhrregeln zum Schutz der heimischen Stahlindustrie – Salzgitter und Thyssenkrupp verzeichneten daraufhin Kursgewinne und setzten ihre seit Ende März laufende Erholungsrally fort.

BMW legte als letzter großer deutscher Autobauer seine Absatzzahlen für das erste Quartal vor. Die Kernmarke BMW verkaufte von Januar bis März rund 496.000 Fahrzeuge – ein Rückgang von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dank eines Absatzanstiegs bei Mini um sechs Prozent kam die Gruppe insgesamt auf knapp 566.000 Autos, was einem Rückgang von 3,5 Prozent entspricht.

Tonies optimistisch, Nemetschek unter Beobachtung

Der Audioboxenhersteller Tonies blickt nach einem erfolgreichen Verkaufsstart der „Toniebox 2" zuversichtlich auf das laufende Jahr. Das SDAX-Unternehmen peilt einen währungsbereinigten Umsatzanstieg von mehr als 20 Prozent auf über 760 Millionen Euro an. Die bereinigte EBITDA-Marge soll zwischen neun und elf Prozent liegen.

Im MDAX rückte der Bausoftwareanbieter Nemetschek in den Fokus. Das Unternehmen übernimmt den US-Spezialisten Heavy Construction Systems Specialists (HCSS), ohne den Kaufpreis zu nennen. Analyst Charles Brennan von Jefferies bewertet die Transaktion kritisch: Auch wenn der Schritt strategisch sinnvoll sei, gehe er zu Lasten der Bewertung und erhöhe die Komplexität – in einer Branche, die ohnehin um das Interesse der Investoren ringe, dürfte das kaum auf Gegenliebe stoßen.

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