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DAX setzt Erholung fort

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DAX setzt Erholung fort

Der DAX hat zur Wochenmitte seine Erholung fortgesetzt und profitiert von neu entfachten Hoffnungen auf weitere Zinssenkungen in den USA sowie von vorsichtigen Signalen möglicher Annäherungen im Ukraine-Konflikt. Nach dem jüngsten Tief bei 22.943 Punkten am vergangenen Freitag setzte sich die Aufwärtsbewegung auch am Mittwoch fort. Der Index stieg um 1,11 Prozent auf 23.726 Punkte, nachdem er bereits am Vortag um ein Prozent zugelegt hatte. Beobachter werteten dies als Hinweis darauf, dass die Korrekturphase der vergangenen Wochen vorerst überwunden sein könnte.

Die technische Lage am deutschen Aktienmarkt zeigte sich deutlich stabilisiert. Mit der Rückeroberung der 200-Tage-Linie bei 23.477 Punkten sowie der Überwindung der oberen Begrenzung der jüngsten Abwärtskurslücke setzte der Index aus charttechnischer Sicht positive Signale. Marktteilnehmer verwiesen verstärkt auf die bekannte Börsenregel, wonach man sich nicht gegen die geldpolitischen Erwartungen des Marktes stellen solle.

Auch die US-Börsen setzten ihre Erholung fort. Der Dow Jones lag zur Stunde knapp 0,9 Prozent höher, der Nasdaq-100-Index legte gut ein Prozent zu. Die Märkte blieben in einer verkürzten Handelswoche jedoch vom bevorstehenden Thanksgiving-Feiertag geprägt. Neue Konjunkturdaten aus den USA belasteten die Zinshoffnungen kaum. Die Auftragseingänge langlebiger Güter stiegen im September überraschend um 0,5 Prozent, während die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe weniger stark zunahmen als erwartet. Der Chicagoer Einkaufsmanagerindex fiel dagegen deutlich schwächer aus. Aussagen von US-Notenbankchef Jerome Powell sowie jüngst schwächere Daten zum Einzelhandel und zur Verbraucherstimmung hatten die Erwartung einer Zinssenkung bereits gestützt. Nach Berechnungen der CME Group rechneten zuletzt rund 83 Prozent der Marktteilnehmer mit einer Reduzierung des Leitzinses um 0,25 Prozentpunkte am 10. Dezember.

Der Euro profitierte von der Dollar-Schwäche und erholte sich bis auf 1,1596 Dollar, nachdem die Gemeinschaftswährung Ende der Vorwoche kurzzeitig unter die Marke von 1,15 Dollar gefallen war. Impulse könnten am Abend noch vom Beige Book der US-Notenbank ausgehen.

Die Ölpreise stabilisierten sich leicht. Brent notierte bei 62,16 Dollar je Barrel, nachdem unerwartet gestiegene US-Lagerbestände die Notierungen belastet hatten. Berichte über mögliche Fortschritte in einem Friedensplan zwischen der Ukraine und Russland hatten die Preise zuvor auf ein Fünf-Wochen-Tief gedrückt. Unklar blieb jedoch, ob ein Abbau von Sanktionen tatsächlich zu einer höheren russischen Ölproduktion führen würde.

Unter den DAX-Werten standen Banken im Fokus. Die Commerzbank führte den Index mit einem Plus von 5,8 Prozent an. Apple dürfte nach Prognosen von Marktforschern in diesem Jahr erstmals seit Langem Samsung beim weltweiten Smartphone-Absatz überholen. Der US-Konzern werde rund zehn Prozent mehr iPhones verkaufen, während Samsung ein geringeres Wachstum erreiche.

An der Nasdaq gehörte die Dell-Aktie zu den stärksten Werten. Der Hersteller profitierte vom wachsenden Bedarf an KI-Servern und erzielte das beste Quartal seiner Firmengeschichte. Der Gewinn je Aktie stieg auf 2,59 Dollar, woraufhin das Unternehmen seine Jahresziele erneut anhob. Der Konkurrent HP kündigte an, durch verstärkten Einsatz Künstlicher Intelligenz bis zu 6.000 Stellen abzubauen. Die Maßnahmen sollen innerhalb der kommenden drei Jahre umgesetzt werden und zunächst Kosten in Höhe von rund 650 Millionen Dollar verursachen.

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