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DAX schwankt stark durch politische Unsicherheiten

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DAX schwankt stark durch politische Unsicherheiten

Die politischen Spannungen haben die Aktienmärkte weiterhin fest im Griff. Deutsche Anlegerinnen und Anleger durchlebten auch am Mittwoch eine Berg- und Talfahrt, die den DAX kurzfristig unter die Marke von 19.000 Punkten drückte. Nachdem der deutsche Leitindex während des Handelstages auf 18.841 Punkte gesunken war, erholte er sich später und schloss mit einem leichten Minus von 0,16 Prozent bei 19.003 Punkten. Die politische Unsicherheit wirkt sich zunehmend auf das Marktgeschehen aus. Besonders die Angst vor wirtschaftlichen Auswirkungen der bevorstehenden Amtszeit des neuen US-Präsidenten Donald Trump und die Unsicherheiten nach dem Ende der Regierungskoalition in Deutschland belasten die Anlegerstimmung.

Die deutsche Wirtschaft steht vor einer schwierigen Phase. Schwache Unternehmenszahlen führten am Vortag zu einem deutlichen Rückgang des DAX, der den Handel bei 19.033 Punkten und einem Minus von 2,1 Prozent beendete. Bundesbank-Präsident Joachim Nagel warnte, dass mögliche US-Zollmaßnahmen unter der neuen Regierung zu einem Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung um ein Prozent führen könnten, was einem Wert von etwa 41 Milliarden Euro entspricht. Zudem erwarten die "Wirtschaftsweisen" für das laufende Jahr einen leichten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 0,1 Prozent und eine geringe Wachstumsrate von 0,4 Prozent für 2025.

Auch international zeigen sich Unsicherheiten. In den USA konnte die Wall Street einen Teil ihrer Verluste wieder wettmachen, getrieben von Hoffnungen auf wirtschaftliche Impulse durch Trumps angekündigte Steuererleichterungen und Deregulierungsmaßnahmen. Der Dow Jones schloss jedoch am Vortag mit einem Minus von 0,9 Prozent bei 43.910 Punkten, während die Inflation im Oktober wie erwartet um 2,6 Prozent stieg. Diese Entwicklung könnte die Fed zu weiteren Zinssenkungen bewegen. Die europäische Gemeinschaftswährung Euro fiel derweil auf ein Jahrestief gegenüber dem Dollar.

Weitere bemerkenswerte Entwicklungen waren der sprunghafte Kursanstieg von Bitcoin, der erstmals über 93.000 Dollar erreichte, und ein leicht gestiegener Ölpreis bei weiterhin trüber Nachfrageprognose. An der deutschen Börse stachen besonders die Aktien von Siemens Energy und RWE hervor. Siemens Energy überraschte mit starken Quartalszahlen und erreichte ein Rekordhoch, während RWE trotz wachsender Unsicherheiten in den USA optimistisch bleibt und Aktienrückkäufe plant. In der Automobilbranche setzte Volkswagen seine Kooperation mit Rivian fort und investiert Milliarden in das Elektroprojekt, um sich auf dem US-Markt zu behaupten.

Auch die schwedische Klarna plant einen Börsengang in den USA und reichte vertrauliche Unterlagen ein, um dort den nächsten Schritt in ihrer Expansion zu wagen. Der Online-Autohändler Auto1 hob seine Prognose erneut an und sieht sich durch gestiegene Absatzzahlen auf Kurs für ein starkes Jahresergebnis.

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