DAX schüttelt Gold-Schock ab und schließt im Plus
Der aktuelle Marktbericht von Aktien.news

Der DAX hat den Wochenstart trotz eines Schreckmoments am Morgen freundlich beendet. Auslöser der frühen Nervosität war ein heftiger Rutsch bei Gold und Silber, der über automatische Verkäufe kurzfristig auch Aktien belastete. Im Tagesverlauf beruhigte sich die Lage, und der Leitindex drehte klar ins Plus: Zum Xetra-Schluss stand ein Gewinn von 1,05 Prozent auf 24.797 Punkte zu Buche. Als Hintergrundthema blieb die US-Geldpolitik präsent, nachdem die Aussicht auf Kevin Warsh als möglicher Fed-Chef die Zinsfantasie gedämpft hatte.
Auch jenseits des Leitindex setzten die Kurse auf Erholung. Der MDAX und der SDAX legten ebenfalls zu, der TecDAX schloss ebenfalls fester. Damit zeigte sich eine breite Stabilisierung nach dem anfänglichen Ruck durch die Rohstoffmärkte. Die kräftige Gegenbewegung an den Edelmetallen nahm dem Markt im Laufe des Tages spürbar Druck.
Unter den großen deutschen Werten sorgte adidas für Gesprächsstoff: Der Konzern startete ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von einer Milliarde Euro und rückte damit zeitweise an die Spitze. In der Rüstungsbranche standen dagegen Gewinnmitnahmen im Vordergrund, nachdem die Kurse in den vergangenen Wochen teils stark gelaufen waren; im Fokus standen dabei unter anderem Rheinmetall und Hensoldt. Bei den Schwergewichten blieb zudem der Nachrichtenfluss rund um SAP, BASF und Deutsche Bank ein Taktgeber für die Einzeltitelstimmung, während Infineon und Siemens Energy mit Blick auf anstehende Termine am Markt beobachtet wurden.
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Zur AktienanalyseAus dem Ausland kamen zum Handelsschluss stabilisierende Signale: In den USA erholten sich die Märkte bis zum frühen Abend, gestützt durch defensive Sektoren und eine überraschend freundliche Stimmung in der Industrie. In Europa schloss auch der Euro Stoxx 50 im Plus und unterstrich damit die Risikobereitschaft nach dem Rohstoffschock. Im Hintergrund blieb die Zinsdebatte in den Vereinigten Staaten das übergeordnete Thema, das auch in den kommenden Sitzungen die Richtung angeben dürfte.


