DAX schließt vor Weihnachten leicht im Plus
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Am letzten Handelstag vor Weihnachten hat sich der deutsche Aktienmarkt in ruhigem Fahrwasser bewegt. Wie schon zu Beginn der verkürzten Vorweihnachtswoche prägte eine abwartende Haltung das Geschehen. Viele institutionelle Investoren hatten ihre Bücher bereits geschlossen, zahlreiche Marktteilnehmer befanden sich im Urlaub. Entsprechend gering fiel das Handelsvolumen aus, größere Impulse blieben aus. Dennoch gelang es dem DAX kurz vor Handelsschluss, sich leicht über das Niveau des Vortages zu schieben.
Der deutsche Leitindex beendete den Handel mit einem Stand von 24.340 Punkten, was einem Plus von 0,2 Prozent entsprach. Damit setzte sich die insgesamt positive Jahresbilanz fort. Auf Jahressicht kommt der DAX auf ein Plus von über 20 Prozent und übertraf damit sogar den breit gefassten US-Index S&P 500. Marktbeobachter führen diese Entwicklung unter anderem auf Umschichtungen internationaler Investoren zurück, die angesichts handelspolitischer Unsicherheiten und steigender Staatsverschuldung in den USA vermehrt Alternativen zu US-Aktien gesucht hatten. Davon profitierten deutsche und europäische Titel.
An den US-Börsen zeigte sich zum Auftakt des Handelstages zunächst eine verhaltene Tendenz. Verzögert veröffentlichte Konjunkturdaten sorgten für Zurückhaltung. Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq starteten leicht im Minus, drehten jedoch kurz nach Handelsbeginn ins Plus. Auslöser war ein überraschend starkes Wachstum der US-Wirtschaft im dritten Quartal. Das Bruttoinlandsprodukt legte um 4,3 Prozent zu, getragen von höheren Konsumausgaben, Exporten und staatlichen Investitionen. Gleichzeitig dämpften die robusten Daten Hoffnungen auf schnelle Zinssenkungen durch die US-Notenbank.
Bei den Einzelwerten rückte der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk in den Fokus. Die Aktie sprang um gut acht Prozent nach oben, nachdem die US-Arzneimittelbehörde die Zulassung für eine neue Abnehmpille erteilt hatte. Das Medikament verschafft dem Unternehmen einen strategischen Vorteil im Wettbewerb mit dem US-Konkurrenten Eli Lilly. Deutlich unter Druck gerieten hingegen Windkraft-Aktien. Die US-Regierung setzte mehrere Pachtverträge für Offshore-Windprojekte aus, was zu kräftigen Kursverlusten bei betroffenen Unternehmen führte.
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Zur AktienanalyseAm Rohstoffmarkt setzte sich die Rally bei Edelmetallen fort. Gold erreichte mit 4.498 Dollar je Feinunze ein neues Allzeithoch, Silber markierte ebenfalls einen Rekordstand. Begünstigt wurde die Entwicklung durch Erwartungen sinkender Zinsen, einen schwächeren Dollar und anhaltende geopolitische Spannungen. Auch Platin und Palladium verzeichneten deutliche Zugewinne.


