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DAX scheitert erneut an 25.000er-Marke – Analysten warnen

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DAX scheitert erneut an 25.000er-Marke – Analysten warnen

Der deutsche Leitindex verharrt in einer engen Handelsspanne und kann die psychologisch wichtige Schwelle nicht durchbrechen. Am Freitag schloss der DAX bei 24.914 Punkten mit einem bescheidenen Aufschlag von 0,25 Prozent. Auf Wochensicht ergibt sich damit ein Plus von 0,8 Prozent – ein Ergebnis, das angesichts der wiederholten Anläufe auf die 25.000-Punkte-Marke enttäuscht.

Analysten sehen in dieser technischen Blockade zunehmend ein Risiko für die weitere Kursentwicklung. Die Helaba betont, dass erst ein nachhaltiges Überwinden dieser Schwelle den Weg zur Bestmarke von knapp 25.508 Punkten ebnen würde. Christian Henke vom Broker IG warnt vor einer anziehenden Volatilität und bezeichnet diese als "klassisches Warnsignal für die Börsen".

US-Inflationsdaten ohne nachhaltige Impulse

Die am Freitag veröffentlichten amerikanischen Verbraucherpreise sorgten nur kurzzeitig für Bewegung. Die Teuerungsrate sank im Januar auf 2,4 Prozent im Jahresvergleich, nach 2,7 Prozent im Dezember. Volkswirte hatten allerdings mit 2,5 Prozent gerechnet. "Die von einigen Beobachtern zwischenzeitlich beim Blick auf die Vereinigten Staaten befürchtete Inflationskatastrophe bleibt somit weiterhin aus", kommentiert NordLB-Experte Tobias Basse.

Dennoch üben die Daten kaum Druck auf die Federal Reserve aus, zeitnah die Zinsen zu senken. Zwar liegt die Inflation noch deutlich über dem Zwei-Prozent-Ziel der Notenbank, doch gilt es als unwahrscheinlich, dass der scheidende Fed-Chef Jerome Powell von seinem Kurs eines stetigen Zinsniveaus abweicht. Am Terminmarkt wird die nächste Zinssenkung für Juni erwartet, wenn Kevin Warsh das Amt übernommen haben wird.

Die Wall Street zeigte sich von den Inflationszahlen ebenfalls unbeeindruckt. Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq starteten weitgehend unverändert in den Handel und weisen auf Wochensicht weiterhin negative Bilanzen auf.

SAP erobert Spitzenposition zurück

Im DAX gab es einen bemerkenswerten Positionswechsel an der Spitze: SAP konnte den Titel des wertvollsten deutschen Börsenunternehmens zurückerobern, nachdem dieser am Vortag an Siemens gegangen war. Die SAP-Aktie legte um zwei Prozent zu, während die Siemens-Aktie um die Dividende von 5,35 Euro pro Aktie bereinigt wurde, die auf der heutigen Hauptversammlung von den Aktionären abgesegnet worden war.

Tagessieger im DAX waren die Deutsche Börse und MTU Aero Engines mit Kursgewinnen von jeweils rund viereinhalb Prozent. Die Deutsche-Börse-Aktie erholte sich damit von den jüngsten Verlusten, die durch Sorgen über KI-bedingte Geschäftsrisiken ausgelöst worden waren. MTU profitierte als beste Tagesperformerin von der allgemeinen Stärke bei Rüstungsaktien am Vormittag.

Am anderen Ende der Skala fand sich die Commerzbank mit einem Minus von 5,7 Prozent. Die Schwäche der Commerzbank-Aktie fügte sich in ein europaweit negatives Bild bei Bankaktien ein.

KI-Ängste belasten Stimmung

Neben den geldpolitischen Unsicherheiten sorgt derzeit die Angst vor KI-Konkurrenz in verschiedenen Branchen für zusätzliche Nervosität an den Märkten. Investoren fragen sich zunehmend, welche Geschäftsmodelle durch den rasanten Fortschritt künstlicher Intelligenz unter Druck geraten könnten. Diese Unsicherheit trägt zur erhöhten Volatilität bei und erschwert einen nachhaltigen Ausbruch des DAX nach oben.

Ausblick auf ruhige Handelswoche

Für die kommende Woche erwarten Analysten ein Umfeld, das weiteres Wachstum erschweren dürfte. Der Montag wird traditionell ruhiger verlaufen, da die US-Börsen aufgrund des Feiertags President's Day geschlossen bleiben. Dies führt erfahrungsgemäß zu geringeren Handelsvolumina auch in Frankfurt.

Wichtige Impulse könnten am Freitag von der ersten Schätzung des US-Bruttoinlandsprodukts für das Schlussquartal 2024 ausgehen. Am selben Tag werden auch die Einkaufsmanagerindizes für Deutschland und Europa veröffentlicht, die als wichtige Frühindikatoren für die konjunkturelle Entwicklung gelten. Diese Daten dürften Aufschluss darüber geben, ob die europäische Wirtschaft aus ihrer Schwächephase herausfindet.

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