DAX rutscht unter 24.000 Punkte – Geopolitik belastet Chip-Aktien

Ein enttäuschendes Ergebnis des Trump-Xi-Gipfels und ausbleibende Fortschritte bei den Iran-Verhandlungen haben am letzten Handelstag der Woche für kräftigen Gegenwind an den Börsen gesorgt. Der DAX verlor 2,1 Prozent und schloss bei 23.951 Punkten – ein Tagesverlust von rund 500 Punkten und damit ein deutlicher Rückfall unter die psychologisch wichtige Marke von 24.000 Zählern.
Besonders hart traf es Chip-Aktien, die in den vergangenen Wochen zu den großen Gewinnern zählten. Infineon büßte im DAX 4,2 Prozent ein – trotz eines Kursanstiegs von rund 50 Prozent innerhalb eines Monats und mehr als 70 Prozent seit Jahresbeginn. Im MDAX verlor Aixtron sogar sechs Prozent. Anleger reagierten damit auf die Ernüchterung über Trumps China-Reise: Zwar sollen künftig Lockerungen im Handel mit KI-Halbleitern kommen, doch gehen diese Maßnahmen dem Markt nicht weit genug. Schlusslicht im DAX waren Heidelberg Materials, die sich gerade erst von Verlusten aus dem Frühjahr erholt hatten.
„Am Markt setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass der Trump-Xi-Gipfel letztlich vor allem symbolischen Charakter hatte und die geopolitischen Risiken lediglich kaschiert, ohne die eigentlichen Unsicherheiten zu beseitigen
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