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DAX knackt erstmals 20.000-Punkte-Marke

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DAX knackt erstmals 20.000-Punkte-Marke

Der DAX hat gestern erstmals in seiner Geschichte die Marke von 20.000 Punkten überschritten und mit einem Schlussstand von 20.016 Punkten einen historischen Börsentag beendet. Mit einem Zuwachs von 0,42 Prozent setzte der Leitindex damit einen Aufwärtstrend fort, der ihn innerhalb eines Jahres um fast 20 Prozent ansteigen ließ. Experten führen diese Entwicklung auf die Hoffnung der Anleger auf sinkende Zinsen und eine robuste US-Konjunktur zurück. Trotz der schwachen wirtschaftlichen Lage in Deutschland wird der DAX maßgeblich von erfolgreichen Unternehmen aus Branchen wie Technologie, Elektronik und Finanzen getragen, die international stark aufgestellt sind.

Die schwächelnde Binnenkonjunktur und geostrategische Unsicherheiten, wie die jüngsten Kämpfe in Syrien, konnten die Anlegerstimmung offenbar nicht trüben. Vielmehr setzen Investoren auf die globalen wirtschaftlichen Entwicklungen, insbesondere in den USA, während der MDAX als Index mittelgroßer Unternehmen weit hinter seinen historischen Höchstständen zurückbleibt. Die Herausforderungen für den MDAX werden vor allem durch Exportprobleme und den Wettbewerbsdruck aus China verstärkt.

Auch international standen die Börsen im Fokus. An der Wall Street legten die großen Indizes nach einer Rally der letzten Tage eine Pause ein. Der Dow Jones verlor 0,4 Prozent, während der S&P 500 und die Nasdaq sich leicht unterschiedlich entwickelten. Die Märkte blicken gespannt auf bevorstehende Arbeitsmarktdaten in den USA, die weitere Hinweise auf den Verlauf der Zinswende geben könnten. Aussagen von Mitgliedern der US-Notenbank Federal Reserve sorgten für gemischte Reaktionen, da unterschiedliche Meinungen über mögliche weitere Zinssenkungen vorherrschen.

Neben Aktien standen Rohstoffe im Fokus. Die Ölpreise stiegen aufgrund einer ungewöhnlich kalten Witterung in Europa sowie vor einem geplanten Treffen der OPEC+, bei dem über eine Verlängerung der Förderkürzungen entschieden werden soll. Der Preis für europäisches Erdgas näherte sich seinem Jahreshoch, was ebenfalls auf eine gestiegene Nachfrage zurückzuführen ist. Der Euro stabilisierte sich derweil über der Marke von 1,05 Dollar, nachdem er zuvor durch eine Haushaltskrise in Frankreich belastet worden war.

Unternehmensnachrichten prägten den Handelstag ebenfalls. General Motors kündigte den Verkauf seines Anteils an einem Batteriewerk in Michigan an, während SpaceX durch eine neue Finanzierungsrunde eine Bewertung von 350 Milliarden Dollar erreichte. ASML zeigte sich unbeeindruckt von neuen US-Restriktionen gegen China und bestätigte seine Prognose, während Thyssenkrupp-Stahlchef Dennis Grimm auf zügige Entscheidungen drängte.

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