DAX kämpft um 25.000er-Marke – Anleger vor US-Arbeitsmarktdaten vorsichtig
Der deutsche Leitindex DAX ist am Dienstag mit leichten Verlusten in den Handel gestartet. Zum Handelsbeginn notierte der Index 0,2 Prozent im Minus bei rund 24.962 Punkten. Damit setzt sich das Ringen um die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten fort, die der DAX am Vortag kurzzeitig überschritten hatte.
Marktteilnehmer zeigen sich vor wichtigen US-Konjunkturdaten zurückhaltend. Am Mittwoch stehen Arbeitsmarktdaten aus den USA auf der Agenda, am Freitag folgen Inflationszahlen. "Ein Ausbruch über 25.000 Punkte ist nur möglich, wenn sich die hoch gesteckten Erwartungen an das hohe Gewinnwachstum erfüllen", prognostiziert Jochen Stanzl von der Consorsbank. Die Hoffnung auf eine Zinssenkung durch die US-Notenbank Federal Reserve im Juni gewinnt derweil wieder an Fahrt.
Japan im Höhenflug – DAX bleibt unbeeindruckt
Während in Japan die Börsen neue Rekorde feiern, verpufft dieser Effekt beim DAX. Der Nikkei kletterte um 2,3 Prozent auf 57.650 Punkte – den höchsten Schlussstand seiner Geschichte. Seit Jahresbeginn steht beim japanischen Leitindex ein Plus von fast 15 Prozent zu Buche. "In Japan ist die Euphorie ungebrochen hoch", stellt Fondsmanager Thomas Altmann von QC Partners fest.
Auslöser für die gute Stimmung ist der Wahlsieg der japanischen Premierministerin Sanae Takaichi, die umfangreiche Konjunkturprogramme für Unternehmen plant. Analysten warnen allerdings vor einer langfristigen Abschwächung des Yen, da Takaichis Finanzpolitik die ohnehin schwache Währung zusätzlich belasten könnte.
Gemischte Unternehmensnachrichten belasten
Am deutschen Aktienmarkt sorgten mehrere Quartalszahlen für Bewegung. Die Aktien des Reisekonzerns TUI rutschten zeitweise um knapp drei Prozent ab. Grund sind schleppende Buchungen für die kommende Sommersaison. Dennoch verzeichnete TUI das beste erste Quartal seiner Firmengeschichte mit deutlich gestiegenen Gästezahlen und einem höheren operativen Gewinn, getragen vor allem durch Hotels und Kreuzfahrten. Erstmals seit der Corona-Krise will das Unternehmen wieder eine Dividende ausschütten. "TUI bleibt auf Wachstumskurs", betonte Firmenchef Sebastian Ebel.
Im MDAX gerieten die Aktien von TeamViewer unter Druck und verloren bis zu neun Prozent. Das Softwarehaus bleibt nach einem mageren Umsatzplus 2025 für das laufende Jahr vorsichtig.
In den kommenden Tagen richtet sich der Fokus auf weitere Schwergewichte: Zur Wochenmitte legen Commerzbank, Siemens Energy und die Deutsche Börse ihre Zahlen vor. Am Donnerstag folgen Mercedes-Benz und Siemens.
Automobilbranche im Fokus
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Automobilbranche. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) präsentiert heute seinen Ausblick für das laufende Jahr. International legen Honda und Ford ihre Bilanzen vor. Bei Honda brechen die Gewinne ein – belastet durch US-Zölle und schwächelnde Nachfrage nach Elektroautos. Ford veröffentlicht seine Zahlen nach US-Börsenschluss.
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Zur AktienanalyseUS-Techsektor erholt sich von KI-Investitionsschock
An der Wall Street sind Technologiewerte wieder gefragt. Nvidia, Microsoft und Oracle konnten ihre jüngsten Verluste wettmachen. Zuvor hatte eine Woche voller Unsicherheit die Märkte durchgeschüttelt: Amazon, Google, Meta und Microsoft kündigten an, gemeinsam rund 650 Milliarden Dollar in den Ausbau Künstlicher Intelligenz zu investieren.
"Die Anleger sind nicht an einen so hohen Preis für KI-Investitionen gewöhnt und sind vorsichtig, woher die Rendite dieser Investitionen kommen soll", erklärte Anna Rathbun von Grenadilla Advisory. Die Frage, ob sich diese massiven Investitionen auszahlen werden, beschäftigt die Märkte weiterhin. Die Sorge vor einer möglichen Blase rund um das Boom-Thema Künstliche Intelligenz bleibt präsent.


