DAX fünfte Verlustsitzung: Iran-Krieg drückt Ifo auf Dekadentief

Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im April auf den niedrigsten Stand seit Mai 2020 gefallen – ein deutliches Signal dafür, wie stark der anhaltende Iran-Konflikt die Stimmung in den deutschen Chefetagen belastet. Das Barometer sank um 1,9 auf 84,4 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut nach einer Umfrage unter rund 9.000 Führungskräften mitteilte. Zum Vergleich: Im Mai 2020 lähmte die Corona-Pandemie die Wirtschaft – ein düsterer Vergleichsmaßstab.
Am deutschen Aktienmarkt schloss der DAX zum Wochenschluss mit einem leichten Minus von 0,11 Prozent bei 24.129 Punkten. Es war bereits die fünfte Verlustsitzung in Folge. Auf Wochensicht summiert sich das Minus auf 2,3 Prozent. Übergeordnet bleibt der festgefahrene Iran-Konflikt das beherrschende Thema: Eine Waffenruhe ist noch kein Friedensabkommen, und die Märkte reagieren sensibel auf jede neue Nachricht. So sorgten Berichte, wonach der iranische Außenminister nach Islamabad reise, kurzzeitig für Hoffnungen auf neue Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran – doch diese verpufften schnell wieder.
„Beim On-Off im Iran-Krieg bleibt die Stimmung weiter stark auf der Strecke. Nach wie vor schrecken hohe Energiepreise, sie belasten den Ausblick. Jeder Tag, den die Straße von Hormus gesperrt ist, verursacht Konjunkturschmerz. Selbst bei einer Konfliktberuhigung ist davon auszugehen, dass eine Normalisierung dauern wird
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