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DAX erholt sich – Edelmetalle stabilisieren nach Kursturbulenzen

Deutscher Leitindex klettert über 25.000 Punkte. Gold und Silber zeigen deutliche Erholung nach massiven Verlusten.

DAX erholt sich – Edelmetalle stabilisieren nach Kursturbulenzen

Der deutsche Aktienmarkt setzt seinen Erholungskurs fort. Der DAX legte im frühen Handel um ein Prozent auf 25.043 Punkte zu und profitierte dabei von der zunehmenden Stabilisierung an den Edelmetallmärkten. Der MDAX der mittelgroßen Werte gewann 0,7 Prozent auf 31.721 Zähler. Auch europaweit zeigten sich die Anleger zuversichtlicher – der EuroStoxx 50 stieg ebenfalls um ein Prozent.

Die positive Stimmung an den Aktienmärkten steht in direktem Zusammenhang mit der Beruhigung bei Gold und Silber. Nachdem bereits am Vortag eine erste Stabilisierung einsetzte, zog die Erholung über Nacht auch an den asiatischen Handelsplätzen an. Die Nervosität der vergangenen Tage scheint vorerst überwunden.

Dramatische Erholung bei Edelmetallen

Gold zeigt sich deutlich erholt und notierte an der Londoner Metallbörse bei 4.937 US-Dollar je Feinunze – ein Plus von rund sechs Prozent gegenüber dem Vortag. Der Preisverfall seit Freitag hatte das Edelmetall zu Wochenbeginn auf 4.402 Dollar gedrückt, den tiefsten Stand seit fast vier Wochen. Vom Rekordhoch am Donnerstag bedeutete dies einen Verlust von fast 1.200 Dollar oder etwa einem Fünftel des Wertes.

Noch spektakulärer fiel die Erholung bei Silber aus. Die Feinunze kletterte am Morgen auf 87,91 Dollar – ein beeindruckendes Plus von fast elf Prozent. Zuvor war der Silberpreis binnen zwei Handelstagen von seinem Rekordhoch über 121 Dollar am Donnerstag bis auf 71 Dollar am Montag abgestürzt.

Marktexperten sehen anhaltende Volatilität

Ahmad Assiri, Marktstratege beim Handelshaus Pepperstone, betont, dass sich die grundlegenden Rahmenbedingungen für Edelmetalle trotz der jüngsten Turbulenzen kaum verändert haben. Er rechnet kurzfristig mit weiteren Preisschwankungen, "da die Märkte die jüngsten Turbulenzen weiterhin verarbeiten und ihre Risikobereitschaft neu bewerten".

Als wesentliche Ursache für die Kurskapriolen gelten Bewegungen beim US-Dollar. Verschärft wurde die Situation durch Spekulanten, die auf weiter steigende Metallpreise gesetzt und ihre Positionen teilweise kreditfinanziert hatten. Bei fallenden Kursen gerieten diese unter Druck und mussten verkaufen – eine klassische Abwärtsspirale entstand. Die aktuelle Stabilisierung könnte jedoch darauf hindeuten, dass der Markt das Schlimmste überstanden hat.

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