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DAX durchbricht 25.000-Punkte-Marke – Rüstungsaktien führen Rally an

Deutscher Leitindex gewinnt über ein Prozent und markiert höchsten Stand seit Mitte Januar

DAX durchbricht 25.000-Punkte-Marke – Rüstungsaktien führen Rally an

Der deutsche Leitindex hat am Mittwoch einen beeindruckenden Aufschwung erlebt und die psychologisch wichtige 25.000-Punkte-Schwelle deutlich überschritten. Mit einem Tagesgewinn von 1,12 Prozent schloss der DAX bei 25.278,21 Punkten – dem höchsten Niveau seit Mitte Januar. Unterstützung kam dabei vor allem vom freundlichen US-Handel, der dem heimischen Markt am Nachmittag zusätzlichen Rückenwind verlieh.

Der MDAX folgte dem positiven Trend und legte 0,95 Prozent auf 31.742,22 Zähler zu. Damit setzt sich die Erholungsbewegung fort, nachdem der DAX Ende Januar sein Jahrestief bei 24.266 Punkten markiert hatte. Die 25.000er-Marke hatte sich in den vergangenen Wochen als hartnäckiger Widerstand erwiesen.

Geopolitische Unsicherheiten, Zinsspekulationen und Bewertungssorgen im US-Technologiesektor hatten die Märkte zuletzt belastet. Auch die Diskussion um mögliche Disruptionen durch Künstliche Intelligenz drückte auf die Stimmung. Nun scheint die Trendwende eingeleitet.

Technisches Bild deutlich verbessert

Andreas Lipkow von CMC Markets sieht den Durchbruch über das Vorwochenhoch bei knapp 25.250 Punkten als wichtiges Signal. "Das technische Bild im DAX hat sich wieder deutlich verbessert", analysiert der Experte. Sollte dieses Niveau in den kommenden Handelstagen halten, rücke auch das Allzeithoch bei fast 25.508 Punkten wieder in greifbare Nähe.

Besonders gefragt waren Rüstungswerte, die mit der Wall-Street-Eröffnung nochmals Fahrt aufnahmen. Rheinmetall führte den DAX mit einem Kurssprung von 5,1 Prozent an. Im MDAX brillierten Renk mit plus 4,8 Prozent und Hensoldt mit einem Zugewinn von 3,1 Prozent.

Das DAX-Schwergewicht Siemens erholte sich mit einem Plus von 3,8 Prozent von seinen jüngsten Verlusten. Heidelberg Materials setzte die Aufholjagd mit einem Gewinn von 4,6 Prozent fort. Infineon profitierte von starken Quartalszahlen des US-Halbleiterherstellers Analog Devices und kletterte um 3,4 Prozent.

Bayer-Aktie stürzt trotz Vergleich ab

Einen dramatischen Kurssturz erlebten dagegen die Bayer-Papiere. Nach dem starken Vortag, an dem Anleger einen Milliardenvergleich in den USA mit einem Plus von über 7 Prozent gefeiert hatten, ging es am Mittwoch um gut 7 Prozent bergab. Zwischenzeitlich betrug das Minus sogar mehr als 12 Prozent.

Analysten der Barclays-Bank verweisen auf die zentrale Unsicherheit: Was passiert, wenn der Supreme Court nicht zugunsten von Bayer entscheidet? Diese Frage überschattet trotz der Vergleichsankündigung die Hoffnung auf ein Ende der jahrelangen Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten.

Brenntag rutschte als zweitschwächster DAX-Wert um 4,7 Prozent ab. Der Chemikalienhändler litt unter dem Kurseinbruch des niederländischen Wettbewerbers IMCD nach dessen enttäuschenden Geschäftszahlen.

Nebenwerte mit starken Impulsen

Im SDAX honorierten Anleger die Jahreszahlen des Anlagenbauers Dürr mit einem Kursanstieg von 9,6 Prozent. Die Aktien des Nutzfahrzeugzulieferers SAF-Holland gewannen nach Zahlenvorlage 4,0 Prozent.

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