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DAX auf Rekordkurs, Gold schlägt Alarm

Der aktuelle Marktbericht von Aktien.news

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DAX auf Rekordkurs, Gold schlägt Alarm

Der DAX setzte seine Rekordjagd am Montag fort. Im Tageshoch kletterte der Index bis auf 25.421 Punkte und schloss 0,57 Prozent höher bei 25.405,34 Zählern. Der MDAX gewann 0,48 Prozent auf 32.320,50 Punkte, der SDAX legte 0,40 Prozent auf 18.190,77 Punkte zu. Der TecDAX endete 0,45 Prozent fester bei 3.837,50 Punkten. Treiber bleibt die Hoffnung auf eine Konjunkturbelebung in Deutschland – an den Märkten wird weiter auf Rückenwind durch ein groß angelegtes Infrastrukturprogramm gesetzt. Auch Stimmungsdaten stützten: Der Sentix-Konjunkturindex für die Eurozone hellte sich im Januar spürbar auf.

Die Kursliste im DAX führte Beiersdorf an. Der Konsumgüterwert profitierte von einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank samt höherem Kursziel. Ebenfalls stark präsentierten sich Fresenius, Fresenius Medical Care, Merck und Bayer. Bei Fresenius Medical Care half zusätzlicher Rückenwind aus dem Unternehmensumfeld: Der Dialysespezialist beschleunigt die zweite Tranche seines Aktienrückkaufprogramms und plant dabei Käufe im Umfang von rund 415 Millionen Euro.

Belastungsfaktor blieb dagegen der Autosektor. BMW, Volkswagen und Mercedes-Benz bildeten die Schlusslichter im Leitindex, die Verluste reichten bis rund 1,7 Prozent. Im Markt wurde eine neue EU-Leitlinie zum Import chinesischer Elektroautos als Gegenwind gewertet, weil sie chinesischen Herstellern Spielräume eröffnet, Zusatzzölle über Mindestpreis-Modelle zu umgehen. Zusätzlich drückten schwache Branchenmeldungen: Mercedes-Benz meldete für 2025 einen deutlichen Absatzrückgang, auch das vierte Quartal fiel im Kerngeschäft merklich schwächer aus – als Gründe nannte der Konzern unter anderem höhere Zollbelastungen und schärferen Wettbewerb, vor allem in wichtigen Auslandsmärkten.

Nachbörslich blieb der DAX nahe der Rekordstände. Der L/E-DAX wurde am späten Abend mit 25.436,92 Punkten gestellt. Die L&S-Indikation lag bei 25.431 Punkten; in der Nacht wurde zudem ein Hoch im Bereich 25.456 Punkte ausgewiesen. Für den Dienstag richtet sich der Blick damit weniger auf die Frage, ob neue Rekorde möglich sind – sondern darauf, wie viel Substanz die Rally noch hat. Marktbeobachter sprechen bereits von einem „massiv überkauften“ Markt und verweisen auf den heranrückenden Höhepunkt der Berichtssaison: Jetzt muss sich zeigen, ob die Rekordkurse von entsprechend starken Unternehmensgewinnen getragen werden.

International bleibt der Ton freundlich. Der EuroStoxx 50 überwand erstmals die Marke von 6.000 Punkten und schloss 0,31 Prozent höher bei 6.016,30 Zählern. In den USA endete der Handel trotz politischer Störgeräusche ebenfalls mit Rekorden: Der S&P 500 stieg um 0,2 Prozent auf 6.977,27 Punkte, der Dow Jones gewann 0,2 Prozent auf 49.590,20 Punkte, der Nasdaq Composite legte 0,3 Prozent auf 23.733,90 Punkte zu. Im Hintergrund schwelt allerdings ein Thema, das Anleger in sichere Häfen treibt: In Washington sorgt eine Debatte um die Unabhängigkeit der US-Notenbank für Nervosität; Medien berichten über eine strafrechtliche Untersuchung im Umfeld von Fed-Chef Jerome Powell. Die Folge: Gold schoss auf ein Rekordniveau und notierte am späten Abend um 4.597 Dollar je Feinunze, zeitweise wurden Niveaus über 4.600 Dollar erreicht. Auch Silber zog kräftig an und lag bei rund 85 Dollar je Unze.

Am Devisenmarkt blieb der Euro fest. Am späten Abend wurde der Euro bei rund 1,1667 Dollar gehandelt. Am Ölmarkt standen die Notierungen ebenfalls im Fokus: WTI bewegte sich um 59,7 Dollar je Barrel, Brent wurde am späten Abend bei rund 64,2 Dollar gesehen. Am Rentenmarkt lagen die Renditen deutscher Bundesanleihen weiter im Bereich um 2,8 Prozent für zehnjährige Laufzeiten. Der Bitcoin notierte am Morgen bei rund 91.315 Dollar.

In Asien setzte sich der Risikoappetit am Dienstag fort. Vor allem Japan fiel auf: Der Nikkei sprang nach einem Feiertag deutlich nach oben und markierte neue Rekordstände – gestützt von einem schwächeren Yen und Spekulationen über zusätzliche fiskalische Impulse. Damit bleiben die Vorgaben für Europa grundsätzlich positiv. Gleichzeitig ist der Kursmix auffällig: Rekordaktien bei parallel rekordhohem Gold – das ist ein Markt, der weiter steigt, aber seine Absicherung schon bezahlt.

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