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DAX auf Rekordhoch, US-Märkte in Unsicherheit

Der tägliche Marktbericht von Aktien.news

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DAX auf Rekordhoch, US-Märkte in Unsicherheit

Der deutsche Aktienmarkt hat erneut eine Bestmarke erreicht. Der DAX notierte erstmals in seiner Geschichte über 21.600 Punkten und schloss mit einem Plus von 0,97 Prozent bei 21.637 Punkten. Zwischenzeitlich erreichte der Leitindex ein Hoch von 21.671 Punkten. Ausschlaggebend für den Anstieg waren positive Geschäftszahlen des niederländischen Chipindustrie-Ausrüsters ASML, die für Optimismus sorgten. Experten zufolge bleibt die Kaufbereitschaft der Anleger hoch, da jede Korrektur als Einstiegsmöglichkeit genutzt wird.

Während der DAX seine Rekordrally fortsetzt, zeigen sich die US-Märkte verhaltener. Nach einem zunächst positiven Handelsauftakt rutschte der Dow Jones leicht ins Minus. Besonders die Technologiebörse Nasdaq stand unter Druck, da die Nvidia-Aktie einen Teil der jüngsten Gewinne wieder abgab. Analysten der Bank of America kommentierten den jüngsten KI-Fortschritt des chinesischen Start-ups DeepSeek mit der Einschätzung, dass die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz weiterhin in einer frühen Phase sei und Berichte über kostengünstigere Modelle irreführend seien.

Die Unsicherheit an den US-Börsen wird durch anstehende Wirtschaftsdaten verstärkt. Marktteilnehmer warten auf die Entscheidung der US-Notenbank über den Leitzins. Ökonomen erwarten, dass die Fed ihre Zinsspanne zwischen 4,25 und 4,50 Prozent stabil hält. Zudem sorgen anhaltende Diskussionen über die Wirtschaftspolitik der neuen US-Regierung für Zurückhaltung bei Investoren. Auch die bevorstehenden Quartalszahlen von Microsoft, Meta und Tesla könnten die Marktbewegungen beeinflussen.

Am Devisenmarkt profitierte der US-Dollar von neuen Zolldrohungen der US-Regierung. Präsident Donald Trump plant, ab dem 1. Februar Zölle von 25 Prozent auf Waren aus Kanada und Mexiko zu erheben und erwägt weitere Maßnahmen gegen China. Der Euro gab daraufhin leicht nach und notierte bei 1,0417 US-Dollar. Der Goldpreis fiel um 0,4 Prozent auf 2.752 US-Dollar je Feinunze, während Ölpreise ebenfalls nachgaben. Brent-Rohöl notierte 0,3 Prozent niedriger bei 76,34 US-Dollar je Barrel. Ursächlich waren gestiegene US-Ölreserven, die auf eine geringere Nachfrage hinweisen.

Am deutschen Markt stiegen die Aktien von Daimler Truck und Traton stark. Daimler Truck führte den DAX mit einem Plus von über sieben Prozent an, während Traton im MDAX um 6,6 Prozent zulegte. Positive Branchenmeldungen des schwedischen Lkw-Herstellers Volvo sorgten für Kaufinteresse. Ebenfalls gefragt war die Aktie der Deutschen Telekom, die von starken Neukundenzahlen ihrer US-Tochter T-Mobile US profitierte. Das Unternehmen übertraf mit über zwei Millionen neuen Kunden im vierten Quartal die Erwartungen deutlich.

Unter den Technologiewerten blieben Aixtron und Jenoptik gefragt, während Infineon seine Gewinne abgab. Marktanalysten verwiesen auf die starken Zahlen von ASML, die das Vertrauen in die Branche stützten. Der niederländische Konzern meldete Bestellungen in Höhe von sieben Milliarden US-Dollar, was die Analystenschätzungen übertraf.

Der Augsburger Rüstungskonzern Renk meldete ein starkes Umsatz- und Gewinnwachstum. Der Umsatz stieg um 23 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro, das operative Ergebnis um 26 Prozent auf 189 Millionen Euro. Trotz der positiven Zahlen verlor die Aktie im Handelsverlauf an Wert. Marktteilnehmer bemängelten die fehlende Konkretisierung der zukünftigen Wachstumsprognosen.

In der Schweiz ergab eine Studie, dass die UBS als systemrelevante Bank milliardenschwere staatliche Vorteile genießt. Forscher der Universität Bern schätzten den Finanzierungsvorteil für das Jahr 2022 auf mindestens 2,9 Milliarden US-Dollar. Dies könnte laut Experten die Marktanreize für Aktionäre und das Management verzerren.

Der französische Luxusgüterkonzern LVMH meldete einen deutlichen Gewinnrückgang. Der Konzern erzielte einen Jahresgewinn von 12,6 Milliarden Euro, was einem Minus von 17 Prozent entspricht. Die Umsätze stiegen hingegen leicht um ein Prozent auf 84,7 Milliarden Euro.

Die US-Firma Boom Supersonic hat mit ihrem Testflugzeug XB-1 erstmals die Schallgeschwindigkeit überschritten. Damit kommt das Unternehmen seinem Ziel näher, einen Nachfolger für die Concorde zu entwickeln. Mehrere große Airlines, darunter United und American Airlines, bekundeten bereits Interesse.

Boeing arbeitet mit Elon Musk zusammen, um die Verzögerungen bei der neuen Präsidentenmaschine der US-Regierung zu verringern. Nach jahrelangen Verzögerungen soll Musk helfen, den Bau der zwei bestellten 747-Maschinen zu beschleunigen. Boeing-CEO Kelly Ortberg erklärte, dass der US-Präsident auf eine schnellere Fertigstellung dränge.

Elon Musks Plattform X kündigte zudem an, mit Visa als erstem Partner in das Finanzgeschäft einzusteigen. Der Dienst X Money soll es Nutzern ermöglichen, Geld über die Plattform zu versenden und auf ihr Bankkonto zu übertragen. Details zur internationalen Verfügbarkeit blieben offen.

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