DAX auf Rekordhoch trotz Ölpreis-Turbulenzen
Der deutsche Leitindex erreicht neue Bestmarke bei 25.387 Punkten. Währenddessen steigen Öl- und Goldpreise aufgrund geopolitischer Spannungen im Iran und Unsicherheit um die US-Notenbank.

Der DAX hat einen beeindruckenden Wochenstart hingelegt und sich von geopolitischen Risiken unbeeindruckt gezeigt. Gegen Mittag markierte der deutsche Leitindex ein neues Allzeithoch bei 25.387 Punkten – ein Zugewinn von 0,5 Prozent. Die positive Stimmung an der Frankfurter Börse kontrastiert deutlich mit der Nervosität an den Rohstoffmärkten.
Ölpreise klettern auf Wochenhoch
Die Notierungen für Rohöl setzen ihren Aufwärtstrend fort. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet aktuell 63,16 Dollar – ein Plus von 0,3 Prozent gegenüber Freitag. Noch Mitte vergangener Woche lag der Preis unter der 60-Dollar-Marke. Die Eskalation im Iran treibt die Preise, da Marktteilnehmer mögliche Angebotsengpässe befürchten.
Iran-Krise belastet Energiemärkte
Trotz massiver Repressionen und einer weitgehenden Internetsperre halten die Massenproteste gegen das iranische Regime an. Die Märkte kalkulieren bereits mögliche EU-Sanktionen oder ein militärisches Eingreifen der USA ein, was die Ölexporte des Landes erheblich beeinträchtigen könnte. US-Präsident Donald Trump sprach von "starken Optionen", die das Militär prüfe, erwähnte jedoch auch ein Verhandlungsangebot aus Teheran.
Venezuela als Hoffnungsträger
Etwas Entspannung kommt aus Venezuela. Trump drängt amerikanische Ölkonzerne zu verstärktem Engagement in dem südamerikanischen Land. Allerdings würde es Monate dauern, bis sich zusätzliche Investitionen in spürbaren Exportsteigerungen niederschlagen. Goldman Sachs-Analysten rechnen mittelfristig dennoch mit mehr venezolanischem Öl auf dem Weltmarkt und prognostizieren für 2026 ein globales Überangebot.
Langfristiger Abwärtstrend bleibt intakt
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Zur AktienanalyseDie aktuelle Preiserholung ändert nichts am übergeordneten Trend: 2025 verlor Brent-Öl fast 20 Prozent an Wert, nach Rückgängen auch in den beiden Vorjahren. Ende 2022 kostete ein Barrel noch rund 85 Dollar. Den Höchststand erreichte der Ölpreis kurz nach Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 bei fast 140 Dollar.
Gold profitiert von Fed-Unsicherheit
Noch deutlicher als Öl legt Gold zu. Eine Feinunze verteuert sich um knapp ein Prozent auf 4.583 Dollar. Als Haupttreiber gilt die drohende Anklage gegen US-Notenbankchef Jerome Powell. Investoren werten dies als weiteren Angriff der Trump-Regierung auf die Unabhängigkeit der Federal Reserve. Sinkendes Vertrauen in die Währungsstabilität spiegelt sich traditionell in steigenden Goldpreisen wider.


