David Ellison droht mit Paramount-Umzug aus Kalifornien
Der Paramount-Skydance-CEO schockt Hollywood mit der Drohung, das Studio zu verlegen – um einen milliardenschweren Deal zu sichern.

LOS ANGELES – David Ellison, CEO von Paramount Skydance, hat Hollywood mit einer ungewöhnlichen Drohung aufgeschreckt: Er signalisierte, bereit zu sein, das traditionsreiche Studio Paramount aus Kalifornien abzuziehen. Hintergrund ist sein geplanter Kauf von Warner Bros. Discovery in einem Deal im Wert von 110 Milliarden US-Dollar.
Der Schritt hat in der Filmbranche für erhebliche Unruhe gesorgt. Kritiker und Gegner des Deals bezeichnen Ellisons Vorgehen bereits offen als „Erpressung" – ein Begriff, der die angespannte Stimmung in der ohnehin gebeutelten Unterhaltungsmetropole widerspiegelt.
Hollywood unter Druck
Die Drohung trifft eine Branche, die sich bereits in einer schwierigen Phase befindet. Hollywood kämpft seit Jahren mit dem Wandel durch Streaming-Dienste, rückläufigen Kinobesucherzahlen und den Nachwirkungen von Streiks. Eine mögliche Verlagerung eines der bekanntesten Studios der Welt würde die Lage weiter verschärfen.
Paramount gehört zu den ältesten und bekanntesten Filmstudios der Welt und ist seit Jahrzehnten fest in Los Angeles verwurzelt. Ein Wegzug wäre nicht nur symbolisch bedeutsam, sondern hätte auch konkrete wirtschaftliche Folgen für die Region – von Arbeitsplätzen bis hin zu Steuereinnahmen.
Ein Deal mit weitreichenden Folgen
Der geplante Kauf von Warner Bros. Discovery durch Paramount Skydance unter Ellisons Führung hat ein Volumen von 110 Milliarden US-Dollar. Damit würde eine der größten Konsolidierungen in der Geschichte der Unterhaltungsindustrie entstehen. Solche Megafusionen sind in der Medienbranche kein Novum, doch die Dimension dieses Vorhabens ist außergewöhnlich.
Für deutsche Anleger und Beobachter des internationalen Medienmarktes ist dieser Vorgang von besonderem Interesse: Eine Fusion dieser Größenordnung würde die globale Medienlandschaft grundlegend verändern und neue Machtverhältnisse im Streaming- und Kinogeschäft schaffen. Europäische Märkte, darunter auch Deutschland, wären von den Auswirkungen auf Inhalte, Lizenzen und Vertriebswege direkt betroffen.
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Zur AktienanalyseReaktionen aus der Branche
Die Reaktionen auf Ellisons Ankündigung fallen deutlich aus. Während Befürworter des Deals die Notwendigkeit von Größe und Kapital im globalen Wettbewerb betonen, warnen Kritiker vor den Folgen für die lokale Filmwirtschaft Kaliforniens. Der Begriff „Erpressung", der in der Debatte fällt, zeigt, wie aufgeheizt die Stimmung ist.
Ob Ellison seine Drohung tatsächlich wahrmacht oder ob sie primär als Verhandlungsinstrument dient, bleibt abzuwarten. Klar ist: Die Ankündigung hat ihre Wirkung nicht verfehlt und die Diskussion über die Zukunft Hollywoods und seiner Schlüsselinstitutionen neu entfacht.


