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Dating-Standards: Harvard-Psychologin erklärt, wann Ansprüche stimmen

Eine in Harvard ausgebildete Psychologin erklärt, wie Singles ihre Dating-Kriterien realistisch und zielführend gestalten können.

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Dating-Standards: Harvard-Psychologin erklärt, wann Ansprüche stimmen

Zu hohe oder zu niedrige Ansprüche beim Dating – viele Singles kennen das Dilemma. Eine aktuelle Umfrage der Partnervermittlung Tawkify unter 1.010 US-Erwachsenen zeigt, wie unterschiedlich die Vorstellungen vom idealen Partner sind. Die Ergebnisse liefern interessante Einblicke in das moderne Beziehungsverhalten – und geben Anlass zur Selbstreflexion.

Laut der Umfrage sind 45 Prozent der Befragten zögerlich, aber grundsätzlich offen dafür, jemanden zu daten, der kürzlich seinen Job verloren hat. Für 38 Prozent der US-Erwachsenen ist ein Altersunterschied von zehn Jahren oder mehr ein klares Ausschlusskriterium, wie das Pew Research Center ermittelt hat. Weitere 23 Prozent geben an, dass eine andere Religionszugehörigkeit für sie ein Dealbreaker wäre.

Dating-Apps fördern Ausschluss statt Offenheit

Die New Yorker Psychologin Sabrina Romanoff sieht in der Verbreitung von Dating-Apps ein grundlegendes Problem: Wir seien heute „insbesondere durch Dating-Apps eher darauf programmiert, jemanden auszuschließen als einzubeziehen". Warnsignale – sogenannte Red Flags – könnten dabei so trivial sein wie „zu lange Haare oder ein Profiltext, der uns nicht wirklich gefallen hat", so Romanoff.

Das eigentliche Problem liege jedoch tiefer. Anstatt nach Eigenschaften zu suchen, die Kompatibilität und Glück fördern könnten, suchten viele Menschen nach dem, was „auf dem Papier beeindruckend" sei. Diese Kriterien seien jedoch nicht immer zielführend, wenn es um eine langfristige, erfüllende Beziehung geht.

Die entscheidende Frage: Wessen Standards sind es wirklich?

Romanoff empfiehlt, zunächst die eigene Liste der „Must-haves" kritisch zu hinterfragen. Die zentrale Frage dabei lautet: „An wessen Standards orientieren Sie sich eigentlich? Sind es die Ihrer Eltern? Die Ihrer Freunde? Und sind es tatsächlich Ihre eigenen?" Gerade im Zeitalter von Social Media und lautstarken Meinungen im Internet falle es leicht, fremde Vorstellungen unbewusst zu übernehmen.

Im nächsten Schritt rät die Psychologin, das eigentliche Ziel beim Dating klar zu definieren. Wer sich eine gesunde, langfristige Beziehung wünscht, sollte bei Treffen mit potenziellen Partnern gezielt auf Eigenschaften achten, die zum Erfolg einer Beziehung beitragen können – statt auf oberflächliche Merkmale.

Auf echte Warnsignale achten

Gleichzeitig betont Romanoff, dass es durchaus echte Warnsignale gibt, die ernst genommen werden sollten. Dazu zählen Unbeständigkeit, das Zuweisen von Schuld an frühere Partner sowie übertrieben große Versprechungen bereits bei den ersten Verabredungen. Diese Verhaltensweisen können auf tieferliegende Probleme hinweisen, die eine langfristige Partnerschaft erschweren.

Letztendlich gehe es beim Dating darum, „die richtigen Maßstäbe zu setzen", um die bestmögliche Form einer Beziehung zu finden, so Romanoff. Weder zu strenge noch zu laxe Kriterien führen demnach zum Ziel – entscheidend ist eine bewusste, selbstreflektierte Haltung gegenüber den eigenen Erwartungen und Wünschen.

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