Das Biotech-Start-up "Again": Pionierarbeit für grüne Chemie
CO2-Verwertung und Acetatproduktion - Wie ein dänisches Unternehmen die Industrie revolutioniert

Das dänische Biotech-Start-up "Again" hat ehrgeizige Pläne, die Chemieindustrie nachhaltiger zu gestalten. Das Unternehmen hat ein Verfahren entwickelt, um Kohlendioxid mithilfe von Wasserstoff in die Basischemikalie Acetat umzuwandeln. Diese Innovation könnte den Weg für eine klimafreundliche Produktion von Acetat ebnen, das in vielen Produkten wie Kleidung und Kunststoffen verwendet wird.
Der Herstellungsprozess von "Again" basiert auf der Verarbeitung von Wasserstoff und Kohlendioxid durch spezielle Bakterien in einem Bioreaktor. Das Resultat ist "grünes Acetat", eine dekarbonisierte Chemikalie, die aus Kohlendioxid gewonnen wird. Dieser Ansatz, auch als "Carbon Capture and Utilization" (CCU) bekannt, könnte einen bedeutenden Beitrag zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks der Chemieindustrie leisten.
In einer kürzlich abgeschlossenen Finanzierungsrunde konnte "Again" insgesamt zehn Millionen Dollar von Investoren wie Google Ventures, Acme und Atlantic Labs einsammeln. Dies erhöht das Gesamtinvestitionsvolumen des Unternehmens auf 50 Millionen Dollar. Gleichzeitig hat das Start-up den offiziellen Start seiner Kohlendioxidverwertungsanlage in Kopenhagen angekündigt.
Das Verfahren zur Herstellung von "grünem Acetat" ist bereits ausgereift, und das Unternehmen konzentriert sich nun auf die industrielle Umsetzung. Die Anlagen sollen direkt auf den Werksgeländen von Chemieunternehmen platziert werden, um die Abgase vor Ort zu verarbeiten. Dies ermöglicht es, CO2 ohne separate Abscheidungstechnologien zu nutzen.
Obwohl "Again" seine Wurzeln in Europa hat, könnten die ersten kommerziellen Anlagen in den USA entstehen, da die US-Regierung durch den "Inflation Reduction Act" (IRA) eine großzügige Förderung für die Nutzung von Kohlendioxid als Rohstoff für Chemikalien bereitstellt. In der Europäischen Union gibt es derzeit keine vergleichbare Regulierung, was die Unsicherheit für derartige Projekte erhöht.
Lesen Sie alles zur aktuellen Aktie der Stunde
Erfahren Sie, worum es geht und warum sich ein genauer Blick jetzt lohnt.
Zur AktienanalyseDas Unternehmen hofft jedoch darauf, seine innovative Technologie auch in Europa erfolgreich zu etablieren und damit einen wichtigen Beitrag zur klimafreundlichen Chemieindustrie zu leisten.


