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Dänischer Pensionsfonds verkauft US-Anleihen für 100 Mio. Dollar

Der dänische Pensionsfonds AkademikerPension zieht sich aus US-Staatsanleihen zurück. Grund sind Sorgen um die amerikanischen Staatsfinanzen und die eskalierende Grönland-Krise.

Dänischer Pensionsfonds verkauft US-Anleihen für 100 Mio. Dollar

Der dänische Pensionsfonds AkademikerPension verkauft seine gesamten US-Staatsanleihen im Wert von rund 100 Millionen Dollar. Die Entscheidung fällt in eine Zeit verschärfter diplomatischer Spannungen zwischen den USA und Dänemark wegen Grönland.

Anders Schelde, Anlagechef von AkademikerPension, begründet den Schritt vor allem mit den "schlechten US-Staatsfinanzen". Der auf Akademiker fokussierte Fonds will die Position bis Ende Januar vollständig abbauen. Die USA verzeichneten im vergangenen Jahr ein Haushaltsdefizit von 1,78 Billionen Dollar.

Moody's senkt US-Bonität

Die Ratingagentur Moody's hatte im Mai die Bonitätseinstufung der USA von Aaa auf Aa1 gesenkt. Als Gründe nannte Moody's das hohe Haushaltsdefizit und steigende Kreditkosten durch Umschuldungen zu höheren Zinssätzen. "Die US-Finanzen haben uns dazu gebracht zu überlegen, wie wir alternative Methoden für unser Liquiditäts- und Risikomanagement finden können", erklärt Schelde.

Trump droht mit Zöllen wegen Grönland

Parallel verschärft sich der Konflikt um Grönland. Präsident Donald Trump kündigte an, ab dem 1. Februar Zölle gegen europäische Staaten zu erheben, falls die USA nicht die Kontrolle über das arktische Territorium Dänemarks erhalten. Diese Abgaben könnten bis Juni auf 25 Prozent steigen.

Grönlands Premierminister Jens-Frederik Nielsen wies die Drohungen zurück: "Wir lassen uns nicht unter Druck setzen und bestehen fest auf Dialog, Respekt und internationalem Recht." Europäische Staats- und Regierungschefs erwägen Berichten zufolge Gegenzölle und andere Wirtschaftsmaßnahmen.

Investoren befürchten "Sell America"-Trend

Die Renditen von Staatsanleihen stiegen am Dienstag deutlich an - ein Zeichen für wachsende geopolitische Unsicherheit. Der US-Dollar und Aktien fielen, während Gold neue Allzeithochs erreichte. Die Märkte waren von einem "Sell America"-Handel geprägt.

Ray Dalio, Gründer von Bridgewater Associates, warnte, dass Staatsfonds beginnen könnten, US-Investitionen abzustoßen, wenn sie die USA nicht mehr als stabilen Handelspartner ansehen. Einige Investoren befürchten, dass europäische Länder als Reaktion auf Trumps Zolldrohungen ihre US-Vermögensbestände reduzieren könnten.

Historische Schuldenlast belastet USA

Die USA kämpfen mit einer explodierenden Schuldenlast nach jahrzehntelangen übermäßigen Staatsausgaben. Das Haushaltsdefizit sank im vergangenen Jahr nur um etwas mehr als 2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die hohen Kreditkosten durch die gestiegenen Zinssätze belasten die Refinanzierung zusätzlich.

Der Schritt des dänischen Pensionsfonds könnte ein Warnsignal für andere institutionelle Investoren sein. AkademikerPension verwaltet die Altersvorsorge dänischer Akademiker und ist bekannt für seine konservative Anlagestrategie.

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