ANZEIGE

Dallas Fed: Iran-Konflikt könnte US-Inflation auf über 4% treiben

Eine Sperrung der Straße von Hormus bedroht die US-Preisstabilität – Inflationserwartungen bleiben laut Forschern jedoch weitgehend stabil.

•• 3 Min
Dallas Fed: Iran-Konflikt könnte US-Inflation auf über 4% treiben

Eine anhaltende Unterbrechung des weltweiten Ölhandels infolge des Iran-Krieges könnte die US-Gesamtinflation bis zum Jahresende auf deutlich über 4% ansteigen lassen. Das geht aus einem neuen Arbeitspapier der Federal Reserve Bank of Dallas hervor, das am Dienstag veröffentlicht wurde. Kurzfristig seien sogar noch stärkere Preisanstiege möglich, so die Forscher.

Die Straße von Hormus – ein strategisch bedeutender Seeweg im Persischen Golf – ist seit fünf Wochen faktisch gesperrt. Durch diese Meerenge fließen rund 20% des weltweiten Erdöls. Der Konflikt schien kurz vor einer weiteren Eskalation zu stehen, nachdem US-Präsident Donald Trump den Iran aufgefordert hatte, die Straße zu öffnen, oder andernfalls die Zerstörung seiner Kraftwerke und Brücken zu riskieren.

Konkrete Szenarien und ihre Inflationsfolgen

Das Arbeitspapier der Dallas Fed legt die voraussichtlichen Auswirkungen auf die US-Inflation unter verschiedenen Szenarien dar. Eine Schließung der Meerenge für ein Quartal könnte die Inflation auf annualisierter Basis um 5,2 Prozentpunkte in die Höhe treiben. Der Effekt würde sich jedoch schnell verflüchtigen, sodass die Inflation im vierten Quartal voraussichtlich nur noch um 0,35 Prozentpunkte erhöht bliebe.

Deutlich gravierender wäre ein längeres Szenario: Eine Schließung über drei Quartale – also neun Monate – würde den Ölpreis von derzeit 115 US-Dollar pro Barrel auf 167 US-Dollar treiben. Die Inflation im vierten Quartal würde dadurch um bis zu 1,8 Prozentpunkte steigen, so die Forscher.

Die Auswirkungen auf die sogenannte Kerninflation – bei der die volatilen Preise für Lebensmittel und Energie ausgeklammert werden – wären geringer, aber dennoch spürbar. Bei einer einquartaligen Schließung der Straße von Hormus betrüge der Anstieg 0,18 Prozentpunkte, bei einer dreiquartaligen Schließung rund 0,49 Prozentpunkte. Zum Vergleich: Die Kerninflation lag im Januar bereits bei 3,1%, die Gesamtinflation gemessen am PCE-Preisindex bei 2,8% – beide Werte liegen deutlich über dem Fed-Ziel von 2%.

Inflationserwartungen bleiben vorerst verankert

Trotz der erheblichen Preisrisiken kommen die Forscher der Dallas Fed zu einem beruhigenden Befund: Die Inflationserwartungen der privaten Haushalte dürften sich nur begrenzt nach oben verschieben. Die Einjahres-Erwartungen könnten dem Papier zufolge um bis zu 0,8 Prozentpunkte steigen. Die für die Fed besonders relevanten langfristigen Erwartungen – also der Fünf- bis Zehnjahreshorizont – würden hingegen um höchstens 0,09 Prozentpunkte zunehmen.

Genau diese langfristigen Erwartungen stehen im Mittelpunkt der Sorgen der US-Notenbanker. Austan Goolsbee, Präsident der Federal Reserve Bank of Chicago, brachte die Gefahr einer Entkoppelung am Dienstag vor dem Detroit Economic Club auf den Punkt: „Je weiter man über dem Ziel von 2% liegt, desto mehr verfestigt sich dies in Cost-Plus-Verträgen, bei denen die Leute kommen und sagen: ‚Nun, wenn die Inflation bei 5% liegen wird, brauche ich eine Lohnsteigerung von 6%'; und das Unternehmen sagt dann: ‚Wenn wir Lohnerhöhungen von 6% zahlen müssen, müssen wir die Preise um 7% anheben'." Und weiter: „Das ist eine sehr unangenehme Situation für die Zentralbank oder für jeden anderen."

Herausforderung für die Fed-Geldpolitik

Die Ergebnisse des Arbeitspapiers könnten den Entscheidungsträgern der Fed als wichtige Orientierung dienen. Die US-Notenbanker hatten zuvor erwartet, dass die Inflation im weiteren Jahresverlauf wieder Fortschritte in Richtung des 2%-Ziels machen würde – da die Auswirkungen des Zollschocks vom Vorjahr nachlassen sollten. Der Anstieg der Ölpreise, für US-Verbraucher am deutlichsten an den stark gestiegenen Benzinpreisen erkennbar, droht diesen Trend nun umzukehren.

Für deutsche Anleger und Beobachter ist die Entwicklung ebenfalls relevant: Steigende US-Inflation beeinflusst die globalen Kapitalmärkte, die Dollarkursentwicklung und die Zinspolitik der Federal Reserve – mit direkten Rückwirkungen auf europäische Aktienmärkte und Anleiherenditen.

Dallas FedIran Krieg InflationStraße Von HormusÖlpreis InflationUs-Inflation 2025Federal Reserve GeldpolitikInflationserwartungen

Meistgelesene News

  1. Galeria-Insolvenz: Schicksal von 12.000 Jobs hängt an BA-Entscheidung
  2. Gaming und Wetten: Krypto-Klage, GTA 6 und Aktivisten-Investor im Fokus
  3. Take-Two-Aktie vor GTA-6-Release: Chance oder Risikofalle?
  4. Rheinmetall-Aktie legt 3 Prozent zu – Morgan Stanley beflügelt Rüstungssektor
  5. Nvidia, Datadog und Goldminen glänzen auf IBD-Bestenlisten

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.