DAE-Chef: Boeing macht Fortschritte, Zulieferer bremsen
Der CEO von Dubai Aerospace Enterprise kritisiert Triebwerkshersteller und kleinere Zulieferer als Hauptengpässe in der Flugzeugproduktion. Boeing zeige hingegen deutliche Verbesserungen.

Der Luftfahrtsektor kämpft weiterhin mit erheblichen Lieferproblemen – doch die Ursachen liegen nicht dort, wo viele sie vermuten. Firoz Tarapore, CEO von Dubai Aerospace Enterprise (DAE) Capital, einem der weltweit führenden Flugzeugleasingunternehmen, machte auf der Airline Economics Konferenz am Montag deutlich: Die eigentlichen Engpässe entstehen bei Triebwerksherstellern und kleineren Zulieferern, nicht bei den großen Flugzeugbauern.
Boeing auf Verbesserungskurs
Tarapore lobte ausdrücklich die Entwicklung bei Boeing. Sein Unternehmen stelle "enorme Fortschritte bei Boeing" fest, während die Originalausrüstungshersteller von Triebwerken und andere Zulieferer die größeren Problemzonen darstellten. Diese Einschätzung ist bemerkenswert, da Boeing in den vergangenen Jahren mit erheblichen Produktions- und Qualitätsproblemen zu kämpfen hatte.
Lieferketten unter Druck
Die Kritik des DAE-Chefs richtet sich vor allem gegen die anhaltenden Verzögerungen in der gesamten Zulieferkette. "Es gibt einfach keine einfache Erklärung dafür, warum wir immer noch dort stehen, wo wir stehen, im Vergleich dazu, wie lange es früher gedauert hat, etwas herzustellen, zu liefern oder sich zu verpflichten, dies zu tun", erklärte Tarapore. Die Aussage unterstreicht die Komplexität der aktuellen Herausforderungen in der Luftfahrtindustrie.
Konsolidierung im Leasingsektor erwartet
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Zur AktienanalyseDarüber hinaus prognostizierte der DAE-Chef eine signifikante Konsolidierungswelle im Flugzeugleasingsektor. Besonders betroffen seien Unternehmen, die in der Branche zwischen Platz 20 und 50 rangieren. Diese Entwicklung könnte die Marktstruktur nachhaltig verändern und zu größeren, leistungsfähigeren Leasinggesellschaften führen.
Für Investoren in der Luftfahrtbranche bedeuten diese Aussagen: Während sich die Situation bei den großen Herstellern stabilisiert, bleiben Zulieferer ein kritischer Faktor für die Erholung der gesamten Branche.


