CVS Health übertrifft Erwartungen und stärkt Krankenversicherungsbranche
Starke Q1-Zahlen und angehobene Jahresprognose beflügeln den US-Krankenversicherungssektor nach schwieriger Phase.

CVS Health hat im ersten Quartal die Gewinnerwartungen der Wall Street übertroffen und gleichzeitig seine Prognosen für das Gesamtjahr angehoben. Der US-amerikanische Apotheken- und Versicherungskonzern setzt damit eine Serie starker Ergebnisse im Krankenversicherungssektor fort und sendet ein positives Signal an die gesamte Branche.
Der Nettogewinn stieg im ersten Quartal auf 2,96 Milliarden US-Dollar bzw. 2,30 US-Dollar je Aktie – ein deutlicher Sprung gegenüber dem Vorjahreszeitraum, in dem CVS noch 1,78 Milliarden US-Dollar bzw. 1,41 US-Dollar je Aktie ausgewiesen hatte. Das entspricht einem Gewinnanstieg von rund 66 Prozent im Jahresvergleich.
Aetna als Treiber der Erholung
CVS führt einen Großteil dieser Verbesserung auf die Trendwende bei seiner Versicherungssparte Aetna zurück. Wie andere Krankenversicherer profitiert Aetna von gezielten Bemühungen zur Kostensenkung sowie von verbesserten Vergütungssätzen – insbesondere im Bereich der Medicare-Pläne, also der staatlich geförderten Krankenversicherung für ältere US-Bürger.
Brian Newman, Finanzvorstand von CVS, äußerte sich in einem Interview optimistisch: „Wir haben ein gutes Gefühl beim Medicare-Geschäft." Newman räumte zwar ein, dass die medizinischen Kosten allgemein hoch seien, betonte jedoch, dass sie im Rahmen der Unternehmenserwartungen lägen. „Ich erlebe keine großen Überraschungen seitens des Aetna-Teams", so Newman weiter.
Die Aussagen des CFO sind bemerkenswert, da der US-Krankenversicherungssektor in den vergangenen Jahren unter stark gestiegenen Behandlungskosten gelitten hatte. Viele Versicherer mussten ihre Prognosen mehrfach nach unten korrigieren, was zu erheblichem Druck auf die Aktienkurse geführt hatte.
Sektor erholt sich – Anleger werden optimistischer
Die Aktien von CVS und seinen Konkurrenten im Bereich der Krankenversicherung sind in den letzten Wochen deutlich gestiegen. Berichte über verbesserte Margen und eine wirksamere Kostenkontrolle haben der Wall Street Hoffnung gegeben, dass der Sektor eine Phase finanzieller Belastung hinter sich lässt.
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Zur AktienanalyseZusätzlichen Rückenwind erhielt die Branche durch eine Nachricht aus dem vergangenen Monat: Die US-Regierung kündigte an, dass die Medicare-Vergütungssätze für das nächste Jahr höher ausfallen werden als ursprünglich vorgeschlagen. Für Krankenversicherer, die stark im Medicare-Geschäft engagiert sind, bedeutet dies eine direkte Verbesserung der Einnahmebasis.
Für deutsche Anleger ist CVS Health als einer der größten integrierten Gesundheitskonzerne der USA relevant. Das Unternehmen vereint unter einem Dach eine der größten Apothekenketten des Landes, den Krankenversicherer Aetna sowie weitere Gesundheitsdienstleistungen. Die Entwicklung bei CVS gilt daher als Stimmungsbarometer für den gesamten US-Gesundheitssektor – einem der schwergewichtigsten Bereiche im amerikanischen Aktienmarkt.


