CureVac verkauft mRNA-Impfstoffrechte an GSK
Bundeskartellamt genehmigt Verkauf – Vielfalt in der Impfstoffforschung bleibt erhalten

CureVac hat die Erlaubnis erhalten, Rechte an seinen mRNA-Impfstoffkandidaten gegen Grippe und Covid-19 an den britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK) zu verkaufen. Das Bundeskartellamt hat den Verkauf des geistigen Eigentums und der Patente der Biotechnologiefirma an GSK genehmigt. Andreas Mundt, der Leiter des Bundeskartellamts, erklärte, dass die Ermittlungen gezeigt haben, dass es im Bereich der Covid-19- und Grippeimpfstoffe eine Vielzahl von Präparaten mit unterschiedlichen Wirkmechanismen in der Entwicklung gibt. Mundt betonte, dass auch nach der Übernahme die Vielfalt der Forschungslandschaft erhalten bleibt.
Durch den Verkauf erhält CureVac eine Vorauszahlung von 400 Millionen Euro. Zusätzlich sind mögliche Meilensteinzahlungen und Lizenzgebühren vereinbart. Dies bedeutet, dass CureVac bei Erreichen bestimmter Entwicklungsziele und beim erfolgreichen Inverkehrbringen der Impfstoffe weitere finanzielle Mittel von GSK erhalten kann. Diese Vereinbarung ermöglicht es CureVac, von den Fortschritten und Erfolgen der Impfstoffkandidaten zu profitieren, ohne die direkten Entwicklungs- und Vermarktungskosten tragen zu müssen.
Der Verkauf umfasst alle Rechte an den mRNA-Impfstoffkandidaten von CureVac, die gegen Covid-19 und Grippe entwickelt wurden. Diese Impfstoffkandidaten basieren auf der mRNA-Technologie, die in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen hat, insbesondere durch die erfolgreichen Covid-19-Impfstoffe von Unternehmen wie BioNTech und Moderna. Die mRNA-Technologie ermöglicht es, Impfstoffe schneller zu entwickeln und zu produzieren, da sie auf genetischen Anweisungen basiert, die den Körper anregen, ein Protein zu produzieren, das eine Immunantwort auslöst.
Die Freigabe des Verkaufs durch das Bundeskartellamt signalisiert, dass die Behörde keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken sieht. Trotz der Übernahme durch GSK bleibt der Wettbewerb auf dem Markt für mRNA-Impfstoffe und im Bereich der Impfstoffforschung allgemein bestehen. Dies ist wichtig, um Innovationen zu fördern und sicherzustellen, dass verschiedene Ansätze zur Bekämpfung von Krankheiten entwickelt werden. Die Entscheidung des Bundeskartellamts spiegelt das Verständnis wider, dass eine diversifizierte Forschungslandschaft von Vorteil ist, um auf zukünftige Gesundheitskrisen besser reagieren zu können.
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Zur AktienanalyseFür CureVac bedeutet dieser Verkauf eine strategische Neuausrichtung. Das Unternehmen kann sich auf andere Forschungs- und Entwicklungsprojekte konzentrieren und gleichzeitig von den finanziellen Mitteln profitieren, die durch den Verkauf generiert werden. GSK wiederum stärkt seine Position im Bereich der mRNA-Technologie und erweitert sein Portfolio um vielversprechende Impfstoffkandidaten. Dies könnte GSK einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, insbesondere wenn sich die Impfstoffkandidaten als wirksam und sicher erweisen und auf den Markt gebracht werden können.


