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CTA-Risikoabbau im Nasdaq-100 laut BofA weitgehend abgeschlossen

Commodity Trading Advisers haben ihr Nasdaq-Engagement stark reduziert – die kurzfristige Trendstärke fiel auf nur 13 Prozent.

CTA-Risikoabbau im Nasdaq-100 laut BofA weitgehend abgeschlossen

Commodity Trading Advisers (CTAs) haben ihr Engagement im Nasdaq-100 weitgehend abgebaut. Die kurzfristige Trendstärke des technologielastigen Index liegt laut einer aktuellen Notiz von BofA Securities bei nur noch 13 Prozent – verglichen mit 53 Prozent beim S&P 500. Diese deutliche Divergenz signalisiert, dass der Risikoabbau im Nasdaq-100 nach einer turbulenten Phase weitgehend abgeschlossen ist.

Der Rückzug der CTAs erfolgte, nachdem der Nasdaq-100 drei aufeinanderfolgende Handelstage lang unter Druck stand, bevor es zu einem deutlichen Ausverkauf kam. Das Aktienderivate-Team von BofA hält in seinem wöchentlichen „Systematic Flows Monitor" fest, dass die starke Divergenz in der Positionierung dazu führe, dass das systematische Flow-Risiko nun zweiseitiger sei als in den vergangenen Wochen.

Ansteckungsrisiko für den breiteren Markt bleibt bestehen

Während der Nasdaq-100 bereits stark bereinigt wurde, bleibt die Positionierung im S&P 500, Russell 2000 und Euro Stoxx 50 weitgehend intakt und nach wie vor überdehnt long. Das bedeutet: Sollten die Märkte erneut nachgeben, besteht weiterhin ein erhebliches Ansteckungsrisiko für den breiteren Aktienmarkt. Systematische Verkäufe könnten dann auch diese Indizes erfassen.

Sollten sich die Aktienmärkte hingegen weiter erholen, würden sich die kurzfristigen CTA-Käufe laut BofA wahrscheinlich auf asiatische Indizes konzentrieren. Gleichzeitig könnten die Berater ihr Nasdaq-100-Engagement teilweise wieder aufbauen, was eine etwaige Erholung zusätzlich befeuern würde. Die Marktumkehr am Donnerstag bot dabei ein gewisses Polster, wenngleich die Rallye am Freitag an Schwung verlor – belastet durch die Quartalszahlen von Apple.

Zinsmärkte und Währungen im Fokus der Trendfolger

An den Zinsmärkten veranlasste die zweite Sitzung der Federal Reserve unter dem Vorsitzenden Warsh steigende Renditen. Trendfolger weiteten daraufhin ihre Short-Positionen am langen Ende der US-Treasury-Kurve aus – eine Bewegung, die sich laut BofA bis in die nächste Woche fortsetzen könnte. Die Positionierung am kurzen Ende dürfte nahe dem maximalen Short-Niveau liegen, was sie stärker von Veränderungen der Volatilität abhängig macht. Außerhalb der USA könnten CTAs zudem ihre Short-Positionen in deutschen Bundesanleihen (Bunds) ausweiten.

Am Devisenmarkt verzeichnete der US-Dollar seinen größten Wochenverlust seit Januar. Das Modell der BofA deutet darauf hin, dass einige Berater am Donnerstag bei einer möglichen Intervention der japanischen Behörden aus Yen-Short-Positionen ausgestoppt wurden. Short-Positionen im Euro und im kanadischen Dollar bleiben bestehen, wenngleich die Risiken für Eindeckungskäufe (Short-Covering) erhöht bleiben.

Rohstoffe: Öl beendet Gewinnserie, Gold-Shorts auf hohem Niveau

Die Öl-Futures beendeten eine dreiwöchige Gewinnserie, nachdem die Vereinigten Staaten ihre Angriffe auf den Iran pausierten. Die Positionierung der Trendfolger bleibt dabei von der Modellgeschwindigkeit abhängig: Die schnellsten Akteure sind bereits short, während die langsameren an Long-Positionen festhalten. Abgesehen von einem Preisrückgang um 9 Prozent wird prognostiziert, dass Long-Positionen bis zur nächsten Woche gehalten werden, während Short-Positionen weiter eingedeckt werden. Bei den Edelmetallen bleiben die Gold-Shorts auf hohem Niveau, während BofA darauf hinweist, dass CTAs Kupfer kaufen könnten.

S&P-500-Gamma unter Druck

Die realisierte Volatilität stieg in dieser Woche an, und das Hedger-Gamma des S&P 500 geriet vor der Fed-Zinsentscheidung am Mittwoch unter negativen Druck, da Kunden große intraday Abwärtspositionen eröffneten. Das Gamma beendete den 30. Juli positiv bei 1,8 Milliarden US-Dollar, was dem 29. Perzentil des vergangenen Jahres entspricht. Da Hedger mit etwa 6.600 Kontrakten nahe dem Spot-Preis zwischen 7.350 und 7.600 netto short sind, könnte das Gamma zu Wochenbeginn sinken, wenn die wöchentliche Verfallsposition vom 31. Juli aufgelöst wird.

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