Crown Estate schreibt Offshore-Windpark Morgan in der Irischen See aus
Das Crown Estate startet im nächsten Monat ein wettbewerbliches Ausschreibungsverfahren für den 1,5-Gigawatt-Windpark Morgan.

Das britische Crown Estate hat am Montag angekündigt, im nächsten Monat ein wettbewerbliches Ausschreibungsverfahren für den Offshore-Windpark Morgan in der Irischen See einzuleiten. Der Standort verfügt über eine Kapazität von bis zu 1,5 Gigawatt – genug, um Millionen britischer Haushalte mit Strom zu versorgen.
Der Windpark Morgan hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Ursprünglich wurde er im Rahmen einer Offshore-Wind-Leasingrunde im Jahr 2024 auf den Markt gebracht. Im Januar 2026 wurde die Entwicklung jedoch eingestellt, woraufhin das Crown Estate mehrere Optionen prüfte, um den Standort erneut auf den Markt zu bringen.
Genehmigung bereits erteilt
Ein wichtiger Meilenstein wurde im August 2025 erreicht: Morgan erhielt damals die sogenannte Development Consent Order (DCO) – die offizielle Baugenehmigung für den Windpark. Damit ist ein wesentlicher bürokratischer Schritt bereits abgeschlossen. Derzeit wartet das Projekt noch auf eine Entscheidung über den Antrag für die Übertragungsanlagen, also die Infrastruktur zur Einspeisung des erzeugten Stroms ins Netz.
Das Crown Estate ist eine bedeutende Institution im Vereinigten Königreich. Es verwaltet nicht nur große Landflächen, sondern auch den Großteil des britischen Meeresbodens – und damit die Grundlage für den Ausbau der Offshore-Windenergie rund um die britischen Inseln. Die Organisation spielt damit eine Schlüsselrolle in der britischen Energiewende.
Unabhängig von Leasingrunde 6
Das neue Ausschreibungsverfahren für Morgan erfolgt ausdrücklich unabhängig von der sogenannten Leasingrunde 6, dem nächsten großen regulären Vergabeverfahren für Offshore-Windstandorte. Dieser Prozess ist für die erste Hälfte des Jahres 2027 geplant. Durch die separate Ausschreibung für Morgan soll der Standort schneller und gezielter an einen geeigneten Entwickler vergeben werden können.
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Zur AktienanalyseFür Investoren und Energieunternehmen ist die Ausschreibung ein bedeutendes Signal: Großbritannien hält trotz zwischenzeitlicher Rückschläge an seinem ambitionierten Ausbau der Offshore-Windenergie fest. Die Irische See gilt als eines der attraktivsten Gebiete für Windenergie in Europa, da dort starke und beständige Winde herrschen.
Mit einer geplanten Kapazität von bis zu 1,5 Gigawatt zählt Morgan zu den größeren Offshore-Windprojekten im britischen Entwicklungspipeline. Zum Vergleich: Ein Gigawatt Windleistung kann unter optimalen Bedingungen rund 800.000 bis eine Million Haushalte mit Strom versorgen. Das Projekt hat damit das Potenzial, einen spürbaren Beitrag zur britischen Stromversorgung zu leisten.


