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CRISPR Therapeutics vs. Beam Therapeutics: Welche Gen-Editing-Aktie überzeugt mehr?

Zwei führende Gen-Editing-Unternehmen im direkten Vergleich – mit wichtigen Katalysatoren und unterschiedlichen Risikoprofilen für Anleger.

CRISPR Therapeutics vs. Beam Therapeutics: Welche Gen-Editing-Aktie überzeugt mehr?

Die Gen-Editierung gehört zu den spannendsten Nischen der Biotech-Branche. Unternehmen, die sich auf diese Techniken spezialisiert haben, ermöglichen es Wissenschaftlern, die DNA von Patienten zu verändern, um bestimmte Krankheiten zu behandeln. In den vergangenen rund zehn Jahren haben mehrere Entwickler erhebliche klinische Fortschritte erzielt. Zwei der bekanntesten Namen in diesem Segment sind CRISPR Therapeutics (CRSP) und Beam Therapeutics (BEAM). Beide Aktien haben sich im vergangenen Jahr gut entwickelt und könnten angesichts wichtiger bevorstehender Katalysatoren weitere Gewinne verzeichnen.

Das Argument für CRISPR Therapeutics

CRISPR Therapeutics setzt auf die CRISPR-basierte Gen-Editierung – eine Technik, die ihren Schöpfern den Nobelpreis für Chemie einbrachte. Das Unternehmen erzielte 2023 einen bedeutenden Durchbruch: Es erhielt die Zulassung für Casgevy, ein Medikament zur Behandlung zweier seltener Blutkrankheiten – der Sichelzellkrankheit (SCD) und der transfusionsabhängigen Beta-Thalassämie (TDT). Entwickelt wurde die Therapie gemeinsam mit dem Pharmakonzern Vertex Pharmaceuticals.

Casgevy hat bislang noch keine nennenswerten Umsätze generiert. Medikamente zur Gen-Editierung sind teuer und komplex in der Verabreichung. CRISPR Therapeutics und Vertex haben jedoch Fortschritte dabei gemacht, Drittzahler – also Versicherungen und Kostenträger – mit ins Boot zu holen. Analysten erwarten, dass das Medikament in den nächsten Jahren eine erhebliche kommerzielle Dynamik entfalten wird.

Darüber hinaus verfügt CRISPR Therapeutics über eine breite Pipeline weiterer Kandidaten. Ein besonders vielversprechendes Programm ist CTX310, das entwickelt wird, um den LDL-Cholesterinspiegel zu senken. Hohe LDL-Werte können verschiedene Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen. CTX310 könnte als Einmaloption positioniert werden – ein erheblicher Vorteil gegenüber bestehenden Therapien, die in der Regel dauerhaft eingenommen werden müssen.

Das Argument für Beam Therapeutics

Beam Therapeutics hat derzeit noch kein Produkt auf dem Markt, verfolgt jedoch einen technologisch differenzierten Ansatz. Das Unternehmen konzentriert sich auf das sogenannte Base Editing – eine Technik, die es potenziell ermöglichen könnte, Gen-Editierungs-Medikamente mit weniger Nebenwirkungen zu entwickeln als solche, die auf klassischer CRISPR-Technologie basieren.

Der am weitesten fortgeschrittene Kandidat von Beam Therapeutics ist Risto-cel, der ebenfalls zur Behandlung der Sichelzellkrankheit entwickelt wird. Die Prüftherapie hat in klinischen Studien bisher starke Ergebnisse geliefert. Beam Therapeutics plant, noch Ende dieses Jahres einen Zulassungsantrag einzureichen – ein potenziell wichtiger Meilenstein für das Unternehmen.

Beam Therapeutics verfügt zudem über mehrere weitere Kandidaten in der Entwicklung, die ebenfalls Fortschritte machen könnten. Die innovative Base-Editing-Plattform des Unternehmens gilt als vielversprechend und könnte langfristig zu medizinischen Durchbrüchen führen.

Fazit: CRISPR Therapeutics hat die Nase vorn

Beide Aktien sind mit erheblichen Risiken verbunden. Klinische Rückschläge könnten die Kurse beider Unternehmen stark belasten – das ist ein grundsätzliches Merkmal von Biotech-Investments im Frühstadium. Dennoch sprechen mehrere Faktoren klar für CRISPR Therapeutics als die derzeit attraktivere Wahl im Gen-Editing-Segment.

Die entscheidenden Vorteile von CRISPR Therapeutics im Überblick:

Zugelassenes Produkt

: Casgevy ist bereits auf dem Markt und dürfte in den kommenden Jahren deutlich wachsende Umsätze erzielen.

Breitere Pipeline

: Das Unternehmen ist weniger anfällig für signifikante Kursverluste durch einzelne klinische Fehlschläge.

Stärkere Liquidität

: Zum Ende des ersten Quartals verfügte CRISPR Therapeutics über 2,4 Milliarden US-Dollar an Barmitteln, Zahlungsmitteläquivalenten und marktgängigen Wertpapieren – verglichen mit 1,2 Milliarden US-Dollar bei Beam Therapeutics.

Für Anleger, die zwischen beiden Unternehmen wählen müssen, erscheint CRISPR Therapeutics derzeit als die solidere Option. Das bereits kommerzialisierte Produkt, die breitere Pipeline und die deutlich stärkere Kapitalausstattung geben dem Unternehmen einen klaren Vorsprung gegenüber dem noch im klinischen Stadium befindlichen Konkurrenten Beam Therapeutics.

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