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Credit Suisse im Visier der US-Behörden

UBS-Aktie im Minus - Wie sich das Rechtsrisiko auf die langfristigen Aussichten auswirkt

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Credit Suisse im Visier der US-Behörden

Die US-Strafverfolgungsbehörden haben die Geschäfte der Credit Suisse mit russischen Kunden ins Visier genommen, und das Department of Justice (DoJ) prüft den Verdacht, dass die einst zweitgrößte Schweizer Bank reichen russischen Kunden bei der Umgehung von Sanktionen geholfen haben könnte. Diese Nachricht belastet nicht nur die Credit Suisse, sondern setzt auch die UBS unter Druck.

Nach der von der UBS im März durchgeführten staatlichen Übernahme der Credit Suisse sieht sich die größte Schweizer Bank nun mit den rechtlichen Altlasten ihres einstigen Konkurrenten konfrontiert. Diese Entwicklung spiegelte sich in einem mehr als siebenprozentigen Kursrückgang der UBS-Aktie wider.

Das DoJ hatte zuvor zahlreiche Banken dazu aufgefordert, Informationen zu ihren Geschäften mit Russland offenzulegen. Nun hat das DoJ die Untersuchungen im Falle der Credit Suisse ausgeweitet, und auch das Geschäft der UBS mit vermögenden russischen Kunden steht im Fokus der Ermittlungen.

Es ist jedoch wichtig anzumerken, dass die Untersuchungen noch in einem frühen Stadium sind, und es bleibt unklar, ob sie zu Strafen oder Vergleichszahlungen führen werden.

Die bevorstehende rechtliche Unsicherheit hat den jüngsten Aufschwung der UBS-Aktie gestoppt. Investoren, die zunächst skeptisch waren, zeigten sich zunehmend von den Chancen überzeugt, die sich für die UBS aus der Übernahme der Credit Suisse ergeben könnten. Die Aktie stieg zwischen Juli und September um mehr als 35 Prozent, nachdem sie in den ersten Monaten nach der Ankündigung des Deals seitwärts tendierte.

Analysten wie Andreas Venditti von der Bank Vontobel haben kürzlich ihre Kursziele für die UBS-Aktie angehoben. Venditti geht davon aus, dass die Aktien in den nächsten zwölf Monaten um bis zu 26 Franken steigen könnten, was einem Potenzial von 17 Prozent entspricht.

Dieses Potenzial begründet sich in der Aussicht, dass die UBS bis zu 200 Milliarden US-Dollar an verwaltetem Vermögen zurückgewinnen könnte, das von Kunden von ihren Konten bei der Credit Suisse abgezogen wurde. UBS-Chef Sergio Ermotti erklärte Ende August, dass nur zwei Prozent der Kunden, die Geld von der Credit Suisse abgezogen haben, ihre Konten geschlossen haben.

Die Übernahme der Credit Suisse bescherte der UBS im zweiten Quartal einen Rekordgewinn von 29 Milliarden US-Dollar, hauptsächlich aufgrund eines buchhalterischen Sondereffekts namens "Badwill". Dieser Effekt ergibt sich aus der Differenz zwischen dem bilanzierten Eigenkapital, dem Kaufpreis und den Restrukturierungskosten der Credit Suisse.

Obwohl der Sondereffekt die Erwartungen der Analysten nicht erfüllte, waren viele Anleger zunehmend überzeugt, dass die UBS mit dem Kauf der Credit Suisse ein Schnäppchen gemacht hat. Zudem wurde positiv aufgenommen, dass die Bank ihre Sparziele beschleunigt hat, um bis 2026 Kosten in Höhe von zehn Milliarden Schweizer Franken zu reduzieren.

Die jüngsten Ermittlungen des DoJ zeigen jedoch, dass rechtliche Herausforderungen weiterhin das größte Risiko für die Aktionäre der UBS darstellen, während die Bank weiterhin daran arbeitet, die Integration der Credit Suisse erfolgreich umzusetzen.

UBSBankensektorRusslandSanktionenCredit Suisse

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