Cracker Barrel: CEO Julie Masino tritt nach Modernisierungsstreit zurück
Nach rund drei Jahren an der Spitze verlässt Julie Masino die US-Restaurantkette – ihr Nachfolger steht bereits fest.

Die US-amerikanische Restaurantkette Cracker Barrel hat den Rücktritt ihrer Vorstandsvorsitzenden Julie Masino bekannt gegeben. Damit endet eine rund dreijährige Amtszeit, die von anhaltender Kritik an Masinos Modernisierungskurs geprägt war. Das Unternehmen steht seit geraumer Zeit unter erheblichem Druck – sowohl von unzufriedenen Kunden als auch von politischer Seite.
Masino hatte während ihrer Amtszeit eine umfassende Umgestaltung der Kette vorangetrieben. Zu den umstrittenen Maßnahmen zählten die Erneuerung des traditionellen Logos auf den Cracker-Barrel-Restaurants, die Entfernung von Antiquitäten aus den Gasträumen sowie eine Anpassung der Speisekarte. Diese Schritte stießen bei der treuen Stammkundschaft der Kette auf erheblichen Widerstand. Auch US-Präsident Trump hatte das Unternehmen öffentlich für seine Modernisierungsbemühungen kritisiert.
Erfahrener Nachfolger übernimmt das Ruder
Als Nachfolger von Masino wurde David Deno benannt, der sein Amt am 10. August antreten wird. Deno war zuletzt als Chief Executive von Bloomin' Brands tätig, dem Mutterkonzern der bekannten Restaurantkette Outback Steakhouse. Er bringt damit umfangreiche Erfahrung in der Gastronomiebranche mit.
Deno verfügt über insgesamt 40 Jahre Erfahrung im Einzelhandel und in der Gastronomie. Zu seinen früheren Stationen zählen Führungspositionen bei renommierten Unternehmen wie Best Buy und Yum Brands. Neben der Übernahme der CEO-Rolle wird Deno auch in den Verwaltungsrat von Cracker Barrel berufen.
Julie Masino scheidet nicht sofort aus dem Unternehmen aus. Sie wird Cracker Barrel bis zum 9. Oktober in beratender Funktion erhalten bleiben, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten, wie das Unternehmen mitteilte.
Hintergrund: Cracker Barrel unter Druck
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Zur AktienanalyseCracker Barrel ist in den USA vor allem für sein nostalgisches Konzept bekannt – die Kette verbindet Restaurants mit Landhaus-Shops und setzt traditionell auf ein konservatives, amerikanisches Flair. Genau dieses Image stand im Mittelpunkt der Kontroverse: Masinos Modernisierungskurs wurde von vielen Stammgästen als Abkehr von den Wurzeln der Marke wahrgenommen.
Die Aktie des Unternehmens (Ticker: CBRL) verzeichnete zuletzt deutliche Kursverluste von rund 5,93 Prozent, was den anhaltenden Druck auf das Unternehmen unterstreicht. Mit dem Wechsel an der Führungsspitze verbinden Anleger und Beobachter nun die Hoffnung auf eine Neuausrichtung, die die Stammkundschaft zurückgewinnen könnte. Ob Deno den Modernisierungskurs seines Vorgängers fortführt oder eine Kehrtwende einleitet, bleibt abzuwarten.


