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Couche-Tard prüft Übernahme von 7-Eleven-Betreiber

Gespräche noch in frühem Stadium, Aktien von Seven & i steigen um 23 Prozent

Couche-Tard prüft Übernahme von 7-Eleven-Betreiber

Der kanadische Handelskonzern Alimentation Couche-Tard plant die Übernahme von Seven & i Holdings, dem Betreiber der bekannten 7-Eleven-Ladengeschäfte. Am Montag gab Seven & i bekannt, eine vorläufige Offerte von Couche-Tard erhalten zu haben. Das Unternehmen hat einen Sonderausschuss zur Prüfung dieses Übernahmeangebots gebildet, doch eine endgültige Entscheidung steht noch aus. Die Gespräche zwischen den beiden Unternehmen befinden sich nach Angaben einer mit der Situation vertrauten Person noch in einem frühen Stadium.

Sollte die Übernahme zustande kommen, wäre dies die größte Übernahme eines japanischen Unternehmens durch einen ausländischen Konzern seit dem Kauf der Chip-Sparte von Toshiba durch ein Konsortium unter der Führung des US-Finanzinvestors Bain Capital für 18 Milliarden Dollar. Zu einer Stellungnahme war Couche-Tard zunächst nicht bereit. An der Börse reagierten die Aktien von Seven & i jedoch bereits auf die Übernahmepläne und verzeichneten zu Wochenbeginn einen Anstieg um fast 23 Prozent. Damit wird das Unternehmen derzeit mit etwa 38 Milliarden Dollar bewertet, während Couche-Tard auf einen Börsenwert von rund 58 Milliarden Dollar kommt.

In den letzten Jahren stand Seven & i unter Druck von aktivistischen Investoren, die das Unternehmen dazu drängten, sich von schlecht laufenden Vermögenswerten zu trennen und sich stärker auf das Kerngeschäft mit Convenience-Stores rund um die Marke 7-Eleven zu konzentrieren. Couche-Tard, das 1980 in Quebec gegründet wurde, hat sich von einem kleinen Geschäft zu einem weltweit agierenden Unternehmen mit einem großen Netz an Verbrauchermärkten und Tankstellen entwickelt, das vor allem durch Übernahmen gewachsen ist.

Die mögliche Übernahme von Seven & i wäre die jüngste in einer Reihe von Akquisitionen durch Couche-Tard. So kaufte das Unternehmen im vergangenen Jahr einige europäische Tankstellen von TotalEnergies für 3,3 Milliarden Dollar. 2021 hatte Couche-Tard zudem ein 20 Milliarden Dollar schweres Angebot für den europäischen Lebensmittelhändler Carrefour vorgelegt, das jedoch von der französischen Regierung aus Bedenken hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit abgelehnt wurde.

Marktbeobachter sehen in diesen Entwicklungen ein Zeichen für die steigende Attraktivität japanischer Vermögenswerte, die lange Zeit von ausländischen Investoren gemieden wurden. Der japanische Aktienmarkt hat sich im vergangenen Jahr als einer der weltweit besten entwickelt, und auch in diesem Jahr setzt sich dieser positive Trend fort. Experten warnen jedoch davor, dass Couche-Tard Schwierigkeiten haben könnte, die Übernahme zu realisieren, insbesondere da Seven & i sich bisher gegen die Veräußerung von Geschäftsbereichen gesträubt hat. Analysten betonen, dass ein erheblicher Aufschlag auf den aktuellen Aktienkurs notwendig wäre, um das Management von Seven & i zu überzeugen.

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