Cosco will Mitspracherecht bei Hafenübernahme sichern
Chinesischer Staatskonzern fordert Vetorecht in globalem Deal um 43 Auslandsstandorte

Chinas staatseigener Schifffahrtsriese China Cosco Shipping strebt einen Einstieg in ein internationales Konsortium an, das die Auslands-Hafenbeteiligungen des Hongkonger Geschäftsmanns Li Ka-shing übernehmen will. Dabei fordert Cosco laut einem Bericht von Bloomberg News Vetorechte oder eine gleichwertige Kontrollbefugnis in dem Unternehmen, das die Kontrolle über insgesamt 43 Häfen erhalten soll.
Die Unternehmensführung von Cosco argumentiert demnach, solche Rechte seien notwendig, um Entscheidungen zu verhindern, die potenziell den Interessen Chinas schaden könnten. Diese Forderung kommt inmitten laufender Gespräche über die Transaktion, bei der es bislang noch keine endgültigen Beschlüsse gibt.
Zu dem Käuferkonsortium gehören nach bisherigen Informationen unter anderem die Global Infrastructure Partners, eine Beteiligungseinheit des US-Finanzkonzerns BlackRock, sowie das Unternehmen Terminal Investment, das vom italienischen Milliardär Gianluigi Aponte kontrolliert wird. Li Ka-shings CK Hutchison Holdings und die genannten Partner hätten sich bereits darauf verständigt, Cosco vollständigen Zugang zu allen betrieblichen Informationen der geplanten Übernahme zu gewähren.
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf zwei Häfen, die sich in strategisch bedeutender Lage entlang des Panamakanals befinden. Die Kontrolle über diese Standorte wird als geopolitisch sensibel eingestuft, was die Forderung Coscos nach Mitbestimmung zusätzlich unterstreicht.
Sowohl Cosco als auch CK Hutchison, BlackRock und Terminal Investment reagierten zunächst nicht auf Anfragen von Reuters zu dem Bericht. Auch eine unabhängige Überprüfung der Angaben war seitens Reuters nicht möglich.
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Zur AktienanalyseDie Gespräche über die Übernahme sind Teil einer umfassenderen Konsolidierung im internationalen Hafen- und Logistikgeschäft, in dem chinesische Staatsunternehmen zunehmend nach globalem Einfluss streben. Cosco zählt dabei zu den wichtigsten Akteuren und ist bereits weltweit an zahlreichen Hafenanlagen beteiligt. Die mögliche Beteiligung an diesem Deal könnte das internationale Portfolio des Unternehmens weiter ausbauen.

