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CoreWeave-Aktie unter Druck: Meta-Deal über 35 Milliarden Dollar

Trotz eines milliardenschweren Vertrags mit Meta verlor CoreWeave in drei Monaten 35 Prozent – doch Analysten sehen langfristiges Potenzial.

CoreWeave-Aktie unter Druck: Meta-Deal über 35 Milliarden Dollar

Die Aktie des KI-Infrastrukturanbieters CoreWeave (CRWV) befindet sich seit Wochen im Abwärtstrend. In den vergangenen drei Monaten verlor das Papier rund 35 Prozent seines Wertes. Anleger zeigen sich besorgt über die aggressiven Ausgaben des sogenannten Neocloud-Anbieters für den Aufbau dedizierter KI-Infrastruktur.

Einen zusätzlichen Dämpfer erhielt die CoreWeave-Aktie Anfang Juli, als Berichte bekannt wurden, wonach Meta Platforms – einer der wichtigsten Kunden des Unternehmens – plant, überschüssige KI-Rechenzentrumskapazitäten zum Verkauf anzubieten. Dies weckte bei Investoren die Sorge, dass Meta künftig nicht nur weniger Kapazitäten bei CoreWeave abnehmen, sondern dem Unternehmen sogar direkte Konkurrenz machen könnte.

Meta ist Anker-Kunde mit Vertrag bis 2032

Der Hintergrund macht die Nervosität der Anleger verständlich: CoreWeave gab im April bekannt, seine KI-Infrastrukturvereinbarung mit Meta Platforms im Rahmen eines Deals im Wert von 21 Milliarden US-Dollar erweitert zu haben. Dieser baut auf einer ursprünglichen Vereinbarung über 14,2 Milliarden Dollar auf, die im September 2025 zwischen beiden Unternehmen unterzeichnet wurde. Zusammen ergibt sich ein Gesamtvolumen von mehr als 35 Milliarden Dollar – mit Laufzeit bis Dezember 2032.

Dieser Vertrag macht einen erheblichen Teil des gesamten Umsatz-Auftragsbestands von CoreWeave aus, der sich auf 99,4 Milliarden Dollar beläuft. Kein Wunder also, dass Berichte über einen möglichen Strategiewechsel bei Meta unmittelbar Panik unter den Investoren auslösten.

Dennoch gibt es Argumente, die für die langfristige Widerstandsfähigkeit von CoreWeave sprechen. Selbst wenn Meta Aufträge zurückzieht oder beginnt, eigene Kapazitäten zu vermarkten, dürfte dies das Wachstum des Neocloud-Spezialisten nicht dauerhaft bremsen. Der entscheidende Faktor ist der strukturelle Mangel an dedizierter KI-Recheninfrastruktur weltweit.

Enormer Nachfrageüberhang bei KI-Rechenzentren

Laut einer Analyse der Bank of America könnte der Strombedarf von Rechenzentren bis 2030 den Kapazitätsausbau um 100 Gigawatt übersteigen. Dieser massive Nachfrageüberhang bedeutet: Sollte Meta als Kunde wegfallen, könnte CoreWeave das entstehende Vakuum problemlos mit anderen Abnehmern füllen. Der Markt für dedizierte KI-Rechenzentren bietet zudem genug Raum für mehrere Anbieter gleichzeitig.

Analysten bleiben daher optimistisch für die Wachstumsaussichten von CoreWeave. Für das Jahr 2026 wird ein Umsatzanstieg von 147 Prozent auf 12,66 Milliarden Dollar erwartet. Langfristig soll das Unternehmen ein beeindruckendes Wachstumstempo beibehalten.

Bewertung lässt Potenzial für Kursvervielfachung

Aktuell wird CoreWeave mit dem 5,8-fachen des Umsatzes bewertet – ein Wert, der nur leicht über dem Kurs-Umsatz-Verhältnis des technologielastigen Nasdaq Composite Index von 5,1 liegt. Sollte der Umsatz in drei Jahren auf 40 Milliarden Dollar steigen und die Aktie dann noch mit dem 5-fachen des Umsatzes bewertet werden, könnte die Marktkapitalisierung auf rund 200 Milliarden Dollar anwachsen – fast das Fünffache des aktuellen Niveaus.

Für risikobewusste Anleger könnte der aktuelle Kursrücksetzer daher eine Einstiegsgelegenheit darstellen. Die strukturelle Nachfrage nach KI-Rechenkapazitäten bleibt ungebrochen hoch – und CoreWeave ist als spezialisierter Infrastrukturanbieter gut positioniert, um davon langfristig zu profitieren.

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