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Core Lithium reaktiviert Finniss-Mine dank steigender Lithiumpreise

Nach einer Pause wegen des Preiseinbruchs nimmt Core Lithium den Bergbau in Australien wieder auf – finanziert durch ein 290-Millionen-Dollar-Paket.

Core Lithium reaktiviert Finniss-Mine dank steigender Lithiumpreise

Core Lithium (ASX: CXO) hat den Bergbau in seinem Lithiumprojekt Finniss im australischen Northern Territory wieder aufgenommen. Spreng- und Aushubarbeiten laufen bereits, und das Unternehmen strebt die ersten Exporte von Spodumenkonzentrat für das Dezemberquartal an. Ermöglicht wurde der Neustart durch ein gesichertes Finanzierungspaket in Höhe von 290 Millionen australischen Dollar – umgerechnet rund 207 Millionen US-Dollar.

Die Finniss-Mine war im Jahr 2024 in den sogenannten „Care and Maintenance"-Modus versetzt worden, nachdem die Lithiumpreise Ende 2023 stark eingebrochen waren. Um Barmittel für einen möglichen Neustart zu beschaffen, verkaufte Core Lithium Anfang dieses Jahres einen Erzvorrat an den Rohstoffriesen Glencore (LSE: GLEN). Nun treibt das Unternehmen eine stufenweise Rückkehr zur Produktion voran.

Breite Erholung im Lithiumsektor

Der Schritt von Core Lithium ist kein Einzelfall, sondern steht für eine breitere Trendwende in der Lithiumbranche. Auch Mineral Resources (ASX: MIN) kündigte Anfang dieser Woche an, seine Lithiummine Bald Hill in Westaustralien nach einer 18-monatigen Unterbrechung wieder in Betrieb zu nehmen. Die lang anhaltende Flaute hatte zuvor zahlreiche Bergbauunternehmen weltweit dazu gezwungen, den Betrieb einzustellen und Investitionen zurückzufahren.

Hintergrund der Reaktivierungswelle sind deutlich gestiegene Lithiumpreise. Die Preise für Spodumenkonzentrat haben seit Mitte Dezember kräftig zugelegt und erreichten in diesem Monat den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Dennoch liegen sie weiterhin deutlich unter den Rekordhochs von Ende 2022. Der Preis für 99,5-prozentiges Lithiumcarbonat aus China notierte zuletzt laut Wall Street Journal bei 28.150 US-Dollar pro Tonne – vor einem Jahr waren es noch 8.825 US-Dollar.

Weitere Projekte in Australien im Fokus

Auch abseits von Core Lithium und Mineral Resources tut sich in Australien einiges. Unternehmen, die mit der australischen Milliardärin Gina Rinehart in Verbindung stehen, treiben gemeinsam mit dem chilenischen Lithiumgiganten SQM (NYSE: SQM) das Lithiumprojekt Andover in Westaustralien voran. SQM gilt als zweitgrößter Lithiumproduzent der Welt und bringt damit erhebliches Branchenwissen in das Vorhaben ein.

Die Aktie von Core Lithium hat von der positiven Stimmung im Sektor profitiert. In diesem Jahr legte das Papier um 5,4 Prozent zu und notierte zuletzt in Sydney bei 30 australischen Cent. Damit bewertet der Markt das Unternehmen mit rund 955 Millionen australischen Dollar. Für deutsche Anleger, die den Lithiummarkt im Blick behalten, ist die Entwicklung in Australien besonders relevant: Das Land zählt zu den weltweit bedeutendsten Produzenten des Batteriemetalls, das für die Elektromobilität und Energiespeicherung unverzichtbar ist.

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