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Cooper Union zahlt Entschädigung nach Antisemitismus-Vorwürfen

Die New Yorker Cooper Union hat sich mit zehn jüdischen Studenten geeinigt, die der Hochschule vorwarfen, sie nicht vor pro-palästinensischen Demonstranten geschützt zu haben. Die Universität verpflichtet sich zu umfassenden Reformen.

Cooper Union zahlt Entschädigung nach Antisemitismus-Vorwürfen

Die renommierte Cooper Union for the Advancement of Science and Art in New York hat einen bedeutenden Vergleich in einem Antisemitismus-Fall geschlossen. Die private Hochschule im East Village von Manhattan wird künftig verstärkt gegen Diskriminierung und Belästigung auf dem Campus vorgehen und zahlt zehn jüdischen Studenten eine nicht näher bezifferte Entschädigung.

Die Klage war im Zusammenhang mit einem Vorfall vom 25. Oktober 2023 eingereicht worden. Damals hatten pro-palästinensische Demonstranten während einer Kundgebung Sicherheitskräfte passiert und lautstark gegen Türen und Fenster der Universitätsbibliothek geschlagen, während sich jüdische Studenten im Inneren aufhielten. Die Betroffenen berichteten, sie hätten sich eingeschlossen und unsicher gefühlt.

Schwere Vorwürfe gegen Universitätsleitung

Die Studenten warfen der Universitätsleitung vor, nichts unternommen zu haben, um die Kundgebung zu stoppen. Besonders brisant: Die Verwaltung soll sogar die Polizei, die ihre Hilfe anbot, angewiesen haben, sich zurückzuziehen. Die Kläger argumentierten, dass die Cooper Union durch die Förderung eines feindseligen Bildungsumfelds gegen Title VI verstoßen habe – ein US-Bürgerrechtsgesetz, das Empfängern von Bundesmitteln Diskriminierung aufgrund von Rasse, Religion und nationaler Herkunft untersagt.

Umfassende Reformmaßnahmen vereinbart

Im Rahmen des Vergleichs verpflichtet sich die Universität zu mehreren konkreten Maßnahmen:

• Einrichtung einer Title VI Koordinatorenstelle zur Überwachung von Diskriminierungs- und Belästigungsfällen • Schulungen für Mitarbeiter und Studenten über die Antidiskriminierungsrichtlinien • Verbot von Masken zur Verschleierung der Identität bei Demonstrationen • Zahlung einer Entschädigung an die zehn betroffenen Studenten

"Jüdische Studenten verdienen es, zu lernen, ohne ins Visier genommen, belästigt oder ausgeschlossen zu werden, nur weil sie sind, wer sie sind, oder was sie glauben", erklärte Ziporah Reich, Leiterin der Prozessführung beim Lawfare Project, das die Studenten vertrat. "Universitäten haben eine gesetzliche Pflicht, sie zu schützen."

Teil einer größeren Klagewelle

Der Fall reiht sich in eine Serie von Klagen gegen US-Hochschulen ein, die nach dem Hamas-Angriff auf Israel im Oktober 2023 eingereicht wurden. Universitäten wie Columbia, Harvard und die New York University sahen sich ähnlichen Vorwürfen ausgesetzt und schlossen ebenfalls Vergleiche. Im Februar 2024 hatte US-Bezirksrichter John Cronan in Manhattan bereits entschieden, dass der Schutz der freien Meinungsäußerung die Behandlung der Studenten nicht rechtfertige, und eine Abweisung der Klage abgelehnt.

Die Cooper Union, die Abschlüsse in Kunst, Architektur und Ingenieurwesen anbietet, reagierte zunächst nicht auf Anfragen zur Stellungnahme. Die Einigung zeigt jedoch die wachsende rechtliche Verantwortung von Bildungseinrichtungen, ein sicheres Umfeld für alle Studenten zu gewährleisten.

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