Continental setzt Sparprogramm fort und hält am Kurs fest
Umsatz bleibt stabil, Autozuliefer-Sparte soll noch 2025 abgespalten werden

Der Reifenhersteller und Automobilzulieferer Continental hat im vergangenen Jahr seine gesetzten Ziele erreicht und plant, angesichts der anhaltenden Herausforderungen in der Automobilbranche, seine Sparmaßnahmen fortzusetzen. Finanzvorstand Olaf Schick betonte in Hannover, dass die eingeleiteten Kosten- und Effizienzmaßnahmen Wirkung zeigten und auch im laufenden Jahr fortgeführt würden. Eine wirtschaftliche Erholung auf dem Automarkt erwartet das Unternehmen kurzfristig nicht.
Für 2025 rechnet Continental mit einem Umsatz zwischen 38 und 41 Milliarden Euro, was in etwa dem Niveau des Vorjahres entspricht. Die bereinigte operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) soll sich in einer Spanne von 6,5 bis 7,5 Prozent bewegen. Ein bedeutender Schritt in der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens ist die geplante Abspaltung der margenschwachen Autozuliefer-Sparte, die derzeit noch rund die Hälfte des Konzernumsatzes ausmacht. Diese Maßnahme soll noch im laufenden Jahr umgesetzt werden.
Im vergangenen Geschäftsjahr verzeichnete Continental einen Umsatzrückgang um vier Prozent auf 39,7 Milliarden Euro. Dieser Wert lag am unteren Ende der zuletzt gesenkten Prognosespanne von 39,5 bis 42 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) konnte jedoch durch das erfolgreiche Reifengeschäft um knapp sieben Prozent auf 2,7 Milliarden Euro gesteigert werden. Die bereinigte operative Umsatzrendite stieg auf 6,8 Prozent, verglichen mit 6,1 Prozent im Vorjahr. Damit erfüllte das Unternehmen die eigenen Erwartungen und übertraf die durchschnittlichen Analystenprognosen, die bei 6,6 Prozent lagen.
Vorstandschef Nikolai Setzer erklärte, dass insbesondere die wirtschaftliche Schwäche in Europa sowie die rückläufige Automobilproduktion im vergangenen Jahr für erhebliche Herausforderungen gesorgt hätten. Trotz stagnierenden Nettogewinns von 1,2 Milliarden Euro plant das Unternehmen, die Dividende je Aktie um 30 Cent auf 2,50 Euro anzuheben. Diese Entscheidung reflektiert die insgesamt solide Ertragslage, insbesondere im Reifensegment, das zur Stabilität des Unternehmens beiträgt.
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Zur AktienanalyseDie anhaltenden Einsparungen und strukturellen Veränderungen sind Teil der Strategie, Continental in einem schwierigen Marktumfeld wettbewerbsfähig zu halten. Die Konzernführung sieht die Fortsetzung der Effizienzmaßnahmen als zentralen Bestandteil für eine nachhaltige Verbesserung der finanziellen Kennzahlen.


