Continental behält Automotive-Sparte
Strategischer Sparkurs und Fokus auf automatisiertes Fahren in der Zukunft des Unternehmens

Continental behält sein Automotive-Geschäft und verfolgt einen Sparkurs, wie Konzernchef Nikolai Setzer auf dem Kapitalmarkttag des Unternehmens bekannt gab. Es war zuvor spekuliert worden, dass Continental erwäge, sich von der Automotive-Sparte zu trennen, die Zukunftstechnologien wie Sensorik, Software und Autokomponenten umfasst. Doch dieser Plan wurde offenbar verworfen, und die Sparte wird nun unter der Leitung von Philipp von Hirschheydt gestrafft.
Die Entscheidung, die Automotive-Sparte zu behalten, kommt auch aufgrund des Widerstands im Aufsichtsrat und von Ankeraktionär Schaeffler, der einen erheblichen Anteil an Continental hält. Damit wird die Zukunft von Aufsichtsratschef Wolfgang Reitzle, dessen Mandat im April 2024 ausläuft, unsicherer, da seine Pläne für einen Verkauf der Sparte keine Unterstützung finden.
Um die Automotive-Sparte wettbewerbsfähiger zu machen, plant Continental, die Forschungs- und Entwicklungskosten in diesem Bereich zu senken, insbesondere an den vielen kleinen Entwicklungsstandorten. Setzer betonte die Notwendigkeit, die Standorte zu bündeln, um die Effizienz und Schlagkraft der Entwicklung zu erhöhen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Bereich des automatisierten Fahrens. Continental hat bereits Partnerschaften mit Unternehmen wie Ambarella und Aurora geschlossen, um seine Präsenz in diesem Markt auszubauen. Setzer erklärte, dass das Ziel sei, das automatisierte Fahren im Pkw-Bereich kosteneffizienter zu gestalten und gleichzeitig die höheren Automatisierungsstufen im kommerziellen Lkw-Bereich voranzutreiben.
Um diese Investitionen in die Zukunftsbereiche zu finanzieren, plant Continental, sein Produktangebot in anderen Bereichen zu reduzieren und sich mittelfristig von 25 Prozent des Angebots zu trennen. Insgesamt sollen die Kosten in der Automotive-Sparte bis 2025 um jährlich 400 Millionen Euro gesenkt werden, einschließlich Stellenstreichungen in der Verwaltung.
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Zur AktienanalyseContinental hat mittelfristig ehrgeizige Umsatz- und Gewinnziele gesetzt. Die Reifensparte bleibt voraussichtlich die profitabelste Sparte des Unternehmens. Die Aktionäre sollen ebenfalls von den höheren Gewinnen profitieren, da Continental den Dividendenkorridor von 15-30 Prozent auf 20-40 Prozent anhebt.


