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Commerzbank plant höhere Gewinnausschüttungen bis 2026

Strategischer Wandel und Wachstum: Bank strebt ambitionierte Ziele in volatiler Finanzlandschaft an

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Commerzbank plant höhere Gewinnausschüttungen bis 2026

Die Commerzbank hat ehrgeizige Pläne für die kommenden Jahre angekündigt. Bis 2026 strebt das Frankfurter Institut an, eine Eigenkapitalrendite von über zehn Prozent zu erreichen. Dies ist Teil ihrer neuen Strategie, bei der sie auch beabsichtigt, mindestens 50 Prozent ihres Gewinns an die Aktionäre auszuschütten. Dabei wird die Ausschüttung auf Dividenden und Aktienrückkäufe verteilt.

Die Börse reagierte jedoch negativ auf diese Pläne, da die Commerzbank-Aktien Verluste verzeichneten. Die Eigenkapitalrendite, eine wichtige Kennzahl zur Messung der Rentabilität von Banken, soll bis 2026 stetig ansteigen. Die neuen Ziele sind jedoch noch nicht endgültig beschlossen und werden auf der Herbstklausur des Vorstands und Aufsichtsrats in Kürze diskutiert.

Die Commerzbank plant, ihre Erträge bis 2026 sowohl im Privat- als auch im Firmenkundengeschäft zu steigern. Im Privatkundengeschäft möchte sie vermögende Kunden stärker ansprechen und das Geschäft ausbauen. Trotz einiger möglicher Anpassungen soll das Filialnetz weitgehend erhalten bleiben. In der Firmenkundensparte will die Bank das Auslandsgeschäft ausweiten, da deutsche Unternehmen vermehrt im Ausland investieren.

Während in den kommenden Jahren kein größeres Abbauprogramm geplant ist, könnten in der Verwaltung und im Backoffice vereinzelt Straffungen vorgenommen werden. Die Commerzbank plant außerdem, mehr IT-Arbeit in Niedriglohnländer auszulagern. Die Bank erwartet, dass die Kosten in den kommenden Jahren um drei bis fünf Prozent steigen werden, unter anderem aufgrund von Tarifabschlüssen.

Die Commerzbank plant außerdem, wie die italienische Großbank Unicredit, aggressiver bei den Ausschüttungen zu werden. Die neuen Strategiepläne sollen im November vorgestellt werden. Vorstandschef Manfred Knof betonte, dass nach der finanziellen Restrukturierung nun das Wachstum im Kundengeschäft im Vordergrund steht.

Die Commerzbank hat zuletzt von den gestiegenen Zinsen profitiert, aber Experten warnen, dass dieser Rückenwind nachlassen wird. Daher muss die Bank Maßnahmen ergreifen, um das positive Momentum aufrechtzuerhalten. Ein Schritt in diese Richtung ist die Gründung der Tochtergesellschaft Yellowfin, die sich auf institutionelle Investoren, Firmenkunden und vermögende Privatkunden mit hohem Vermögen konzentriert. Dies könnte zusätzliche Erträge generieren, aber es wird einige Jahre dauern, bis signifikante Gewinne erzielt werden.

BankensektorCommerzbank

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